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() | 11.03.2010 12:35 Uhr
Mit Sport gegen Brustkrebs
Die telefonische Sprechtstunde – Experten standen mit Rat und Tat den Leserinnen zur Seite
Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, das Krebspatienten nicht nur Ruhe und Schonung brauchen, sondern dass ihnen auch Bewegung gut tut. Das gilt auch für Frauen mit Brustkrebs.

Womit das zusammenhängt und welche neuen mediziischen Therapien zur Verfügung stehen, beantworteteten Experten bei unserer Leseraktion „Brustkrebs und Sport“. Hier ein paar Fragen und Antworten zum Nachlesen: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit einem Sportprogramm zu beginnen? Dr. Alexander Meyer-Alber: So früh wie möglich: am besten schon nach der ersten Diagnose. Untersuchungen haben gezeigt, dass während aller Krankheitsphasen das seelische Wohlbefinden und die körperliche Belastbarkeit durch Sport verbessert werden. Welche Sportarten sind nach einer Brustoperation besonders geeignet, und welche sollte ich leiber meiden? Professor Klaus Diedrich: Wichtig ist, dass Sie die Aktivität langsam steigern. Die Übungen dürfen keine Schmerzen bereiten. Bei ausgedehnten rekonstruktiven Eingriffen der Brust oder Einlage einer Prothese sollte der Brustmuskel für die ersten vier bis sechs Wochen geschont werden. Danach sind vor allem Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen, Tanzen, Radfahren oder Nordic Walking geeignet. Hat mein Körpergewicht Einfluss auf die Krebserkrankung? Dr. Katrin Röder: Studien haben gezeigt, dass Übergewicht beziehungsweise ein zu hoher Body Mass Index (BMI) das Risiko erhöht, an Brustkrebs zu erkranken. Sport, Gewicht und Stoffwechsel hängen eng zusammen. Mit Bewegung kann man das Risiko eines Rückfalles senken. Übernehmen Krankenkassen die Kosten für spezielle Krebssport-Angebote? Dr. Ute-Marie Mattner: Ja, die Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für spezielle Krebssport-Angebote. Voraussetzung ist die Verordnung Ihres Arztes für Rehabilitationssport. Welche neue Therapiemöglichkeiten gibt es in der Brustkrebs-Behandlung? Dr. Ursula Scholz: Neben den „klassischen“ Behandlungen Operationen, Bestrahlung, Chemotherapien und – bei Hormonrezeptor-positiven Tumoren – antihormoneller Behandlung gewinnen heute die so genannten zielgerichteten Therapien an Bedeutung. Dabei blockieren zum Beispiel „kleine Moleküle“ wichtige Signalwege der Zellteilung, so dass der Tumor langsamer oder gar nicht mehr wächst. Für wen kommen die zielgerichteten Therapien infrage? Dr. Claudia Wenzel: Insbesondere Patientinnen, die an einem so genannte ErbB2 (HER2)-positiven metastasierten Brustkrebs leiden, profitieren von der zielgerichteten Therapie. Die Entscheidung sollte man mit seinem Arzt treffen. Broschüren (kostenfreier Download) zum Thema findet man im Internet unter: www.krebshilfe.de oder www.krebsgesellschaft.de und www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de sowie www.gsk-onkologie.de und Sportangebote unter www.dosb.de. Den Krebsinformationsdienst erreicht man telefonisch kostenfrei unter 08 00/4 20 30 40, täglich von
8 bis 20 Uhr.
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Mediadaten Verbreitung Extra
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