
Die Wohnung sollte man nie auskühlen lassen. „Eine komplett ausgekühlte Wohnung zieht auch die Nachbarwohnungen in Mitleidenschaft. Unterste Temperaturgrenze ist für mich 12 Grad“, so Rene Zimmerling, Zentralheizungs- und Lüftungsinstallateur. Es droht Schimmelgefahr und unnötig hoher Energieverbrauch beim Aufwärmen. Regelmäßig auch die Heizung entlüften und den Wasserdruck der Anlage kontrollieren. Gluckernde Heizkörper sind Energiefresser.
Auch öfters mal auf Durchzug schalten: Besonders in Bad, Küche und Schlafzimmer droht durch Kondenswasser Schimmel. Auch in den anderen Räumen lohnt sich kräftiges Stoßlüften – anstatt Fenster dauerhaft zu kippen.
Gekippte Fenster sind Energievernichter – Feuchtigkeit wird kaum abtransportiert und Wärme geht verloren. Außerdem: Wer in der Wohnung ins Schwitzen gerät, sollte nicht den Pullover ausziehen, sondern die Heizung herunterdrehen. Jedes Grad weniger Raumtemperatur bringt etwa 6 Prozent Energieersparnis. Als Orientierung nennen Energieberater 20 Grad für Wohn, Ess- und Arbeitszimmer und 22 Grad für das Bad. Im Schlafzimmer reichten oft schon 16 bis 18 Grad. Auch für die Küche braucht man nicht wesentlich mehr, weil dort zusätzliche _Wärme beim Kochen entsteht.
Ideal wären sogenannte Energiespar-Regler, die die Heizung mit einer Zeitschaltuhr automatisch hoch und runter drehen und somit die Temperatur konstant halten können. Energieeinsparungen von 10 bis 20 Prozent sind damit möglich. Bei längerer Abwesenheit auf 15 Grad oder das Ventil auf „Frostschutzposition“ (Sternchen) einstellen.