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Allgäuer FestwocheSpecial

08.08.2012 · Kempten

„Wildbiesler auf der Festwoche“ – Die Polizei hat ein Auge drauf

Festwoche · „Sich erleichtern“, „austreten“, „Wasser lassen“ – wie auch immer man es nennen möchte, wenn das „Bedürfnis“ beim Festwochenbesuch die Feierwütigen hinters Zelt treibt, drückt die Polizei garantiert kein Auge zu. Im Rahmen ihrer regelmäßigen Patrouillen achten die Ordnungshüter nämlich auch auf die sogenannten „Wildbiesler“.

Etwa 50 Fälle derartige Fälle habe man im vergangenen Jahr festgestellt, so der Leiter der Polizeiinspektion Kempten, Günter Hackenberg. „Das sind aber keine dramatischen Zahlen“, fügt er ergänzend hinzu. Trotzdem haben seine Kollegen auf Streifendienst auch heuer wieder ein Auge auf... äh... das Thema.
 
Denn besonders wenn auf der Allgäuer Festwoche die Partystimmung hochkocht und der Bierkonsum steigt, neigt der ein oder andere dazu, sich hinters Zelt zu schlagen – und das obwohl eigentlich ausreichend Toiletten vorhanden sein sollten.  
 
Toilettenschild
ToilettenschildBild: David Yeow
Allein der Blick auf den Plan der diesjährigen Festwoche verrät: Es stehen insgesamt zwölf öffentliche Toilettencontainer zur Verfügung. Genügend Kapazität eigentlich für die knapp 185.000 Besucher an den 19 Festwochentagen.
 
Dennoch aber gehen einige - vor allem natürlich männliche - Besucher erstaunlich gerne „nur um die Ecke“, anstatt sich auf die Toilette zu begeben. Für Günter Hackenberg ist das, wie für die meisten Festwochenbesucher, nicht nur unverständlich, sondern vor allem auch unappetitlich. Und es ist teuer. Denn das „Wildbieseln“ ist eine Ordnungswidrigkeit und kostet mindestens 35,- Euro, je nachdem ob zum Beispiel noch eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses hinzukommt.
 
Die Frage nach den Wildbiesler-„Hotspots“ – also den beliebtesten Ecken der Erleichterung – blieb sowohl bei der Polizei als auch bei den Bürgern relativ erfolglos. Die einen wollen offenbar niemanden darauf aufmerksam machen, die anderen ihre Lieblingsstelle nicht verraten. Fest steht allerdings, dass auch in diesem Jahr wieder wild gebieselt werden wird. Oder heißt es gewildbieselt? Sagen wir einfach „erleichtert“...
 
Wussten Sie schon...?
 
  • In der Gemeinde Muro auf Mallorca kostet es 1.500 Euro Strafe, wenn man am Strand wildbieselt. 
  • In Singapur gibt es ein Gesetz, dass man nicht in Fahrstühle bieseln darf. 
  • In der Domenikanischen Republik gilt Wildbieseln nicht als Ordungswidrigkeit, sondern als Verbrechen, das sogar mit Gefängnis bestraft werden kann. 
  • Wenn ein Spieler des FC Augsburg in der Dusche pinkelt, kostet ihn das 50 Euro. 
  • Den Stars der Fernsehsendung „Dschungelcamp“ ist es ausdrücklich verboten, in den Dschungel zu pinkeln.
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Artikelinfos
Autoryod
Veröffentlichung08.08.2012
Aktualisierung25.10.2013 15:28
Ort Kempten
Schlagwörterpolizei, regelung, kontrolle, feier
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