Der Stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Alois Kling gab einen Überblick über die Pläne und zeigte sich dabei mit etlichen Vorstellungen nicht zufrieden, beispielsweise den Plänen zum "Greening", zusätzlicher Bürokratie und der geplanten Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete.
In der Diskussion machte Rolf Leumann aus Nesselwang deutlich, dass die angedachte Flächenstillegung nicht akzeptabel sei und für die Milchviehbetriebe auf Grünlandstandorten zu steigenden Kraftfutterpreisen führen würde.
Franz Herb betonte, ein „Greening“ dürfe auf keinen Fall die bisherigen Zahlungen im Rahmen der Ausgleichszulage und des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms gefährden.
Manfred Hauser erteilte der vorgesehenen Ausrichtung der Ausgleichszulage an biophysikalischen Kriterien eine klare Absage. Das System mit der Bindung an die Landwirtschaftliche Vergleichszahl habe sich bewährt.
Der AGL-Vorstand beschloss, eine eigene Position zum Thema „Ausgleichsflächen“ zu formulieren und in die politische Arbeit einzubringen.
Zuvor war Kreisvorsitzender Lorenz Kreuzer aus Germaringen mit einem ebenso überzeugenden Votum wiedergewählt worden, wie seine Stellvertreter Angelika Schorer, Dr. Alois Kling und Franz Herb.
Als Beisitzer arbeiten im Vorstand zukünftig Peter Dopfer aus Seeg, Manfred Hauser aus Kaltental und Rolf Leumann aus Nesselwang mit.
In seinem Rechenschaftsbericht ging Kreuzer auf die von der AGL in den vergangenen Monaten durchgeführten Veranstaltungen zu agrarpolitischen Themen ein.
Hierzu gehörten die künftige Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik und die Auswirkungen der Energiewende auf die Landwirtschaft. Ein Schwerpunkt lag auf dem Einsatz dafür, das BHV-1-Virus in Bayern auszurotten.
„Dies kommt uns beim Absatz unserer Zuchtrinder heute enorm zugute“, so Kreuzer.
Als Referent unterstrich Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke die agrarpolitischen Grundsätze der CSU. Versprechen zur Erbschaftssteuerreform, zum weiter hohen Niveau der Bundeszuschüsse zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung und die Entfristung der steuerlichen Ermäßigung für den Agrardiesel seien gehalten worden.
Dies gelte auch für die frühzeitige Auszahlung der Agrarzahlungen Anfang Dezember, für die der Bund die Kosten von rund 4,4 Millionen Euro übernimmt.
„Eine große Chance für die Landwirtschaft liegt in der Energiewende und im Ausbau der regenerativen Energiequellen“, so Stracke.
Allerdings müsse durch die Änderung des Energieeinspeisegesetzes der massive Kostendruck auf die Milchviehbetriebe durch den enormen Anstieg der Pachtpreise verringert werden.