
Denn vor allem im ersten Satz waren die Schützlinge von Coach Nikolaj Roppel beim 3:1 (21:25, 25:16, 25:14, 25:21)-Erfolg gegen den Abstiegskandidaten TV Villingen völlig von der Rolle. Und auch in den folgenden Sätzen taten die Allgäuerinnen nur das Nötigste, um gegen ein Team, das Regionalliga-Niveau hatte, zu punkten.
Deshalb war Coach Roppel auch stinksauer und kritisierte die lasche Einstellung seiner Spielerinnen. „In einer schwachen Partie haben wir erst nach dem Rückstand im ersten Satz ins Spiel gefunden und das Match kontrolliert.“ Sonthofen gelang im ersten Durchgang vor 350 Zuschauern kein einziger Blockpunkt.
Die Spielerinnen machten Fehler am Fließband und schlugen die Angaben reihenweise ins Netz oder ins Aus. Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich das Allgäu-Team und gewann am Ende gegen einen völlig überforderten Gegner.
„Hauptsache, wir haben gewonnen“, resümierte Kapitän Carina Steckenleiter. Die 23-jährige VWL-Studentin fliegt Anfang Januar in die USA und absolviert ein Auslandssemester in Washington. Wenn sie im Mai zurückkommt, ist die Saison zu Ende.
Sie hofft, dass dann ihr Team „in der Tabelle vorne dabei“ sein wird. Bei weiteren Leistungen wie am Samstag ist damit eher nicht zu rechnen.