Der Mannschaftsführer der zweiten Herrenmannschaft darf damit zum zweiten Mal beim «Minimax-Cup» antreten. Bereits vor zwei Jahren war ihm diese Ehre zuteil geworden. Damals verlor er 0:6, 1:6 gegen einen Profi aus München. Entsprechend nüchtern formuliert der Abiturient sein Ziel: «In einer dreiviertel Stunde kann hier alles vorbei sein. Ich wäre schon zufrieden, wenn ich über eine Stunde auf dem Platz stehe», sagt der Schützling des ehemaligen Profis Daniel Elsner (32). Zwar plagen den Lokalmatadoren derzeit Knie- und Handgelenkprobleme. Doch Peter Schmidt will «auf jeden Fall» antreten.
Den Auftritt beim Weltranglistenturnier sieht er als «absolutes Highlight» zum Saisonende, nachdem die im Schnitt 17 Jahre alten Spieler der zweiten Mannschaft den Klassenerhalt in der Kreisklasse I unter Dach und Fach gebracht haben. Zuvor waren sie immerhin zwei Mal in Folge aufgestiegen. Doch im Gegensatz zu den Punktspielen verspürt Peter Schmidt kaum Aufregung vor seiner Vorstellung. «Der Einsatz beim Cup ist viel chilliger. Ich kann da ganz locker aufspielen. Bei den Ligaspielen steht man anders unter Druck», gibt er sich locker. Dass im Tennissport nichts unmöglich ist, hat im Vorjahr André Wiesler (29) aus Pforzheim bewiesen. Nachdem er sich durch die Qualifikation gekämpft hatte, schaffte er es bis ins Finale.
Erst dort endete sein Höhenflug mit einer Niederlage gegen den Allgäuer Profi Marcel Zimmermann (26) aus Kaufbeuren, der heuer bereits zum siebten Mal beim Cup in Kempten aufschlägt. Ähnlich wie für viele Spieler ist das Turnier auch für Lokalmatador Peter Schmidt eine Zwischenstation auf dem Weg zu den nächsten Tennis-Weihen. Der junge Mann aus Krugzell fliegt am 9. Oktober nach Australien, um für mehrere Monate beim früheren TCK-Trainer Mirko Djukelic (50) unterzukommen. Schmidt will den Auswanderer in dessen Tennisschule unterstützen und obendrein sein Glück bei Turnieren versuchen. Der Einsatz beim Cup in Kempten dürfte eine gute Vorbereitung sein.