Es scheint so, dass der TSV inzwischen jedes Team der Liga schlagen kann ...
Heiß: Ja, denn wir sind so stark wie noch nie. In den unteren Gewichtsklassen geben wir jetzt nicht mehr acht Punkte ab, wie es in den vergangenen Jahren oft der Fall war. Chris Krämer hat als Neuling schon sechs Kämpfe gewonnen, das ist unglaublich. Und Steve Masuch ist auch schon ein absoluter Siegringer. Es ist einfach eine tolle Mannschaftsleistung. Wir sind so jung, und jeder wird noch besser.
War Ihr 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand der Schlüssel zum Sieg?
Heiß: Ich dachte mir, ich muss einfach auf Risiko gehen und schauen, ob der andere einbricht. Das hat dann auch geklappt. Danach war ich mir sicher, dass wir gewinnen, denn auf Pippo (Philipp Heiß, Anm. d. Red.) kann man sich verlassen.
Das Publikum hat wie so oft den bei Gegnern gefürchteten Hexenkessel entfacht. Welche Rolle spielen die Zuschauer bei so einem Kampf?
Heiß: Das ist unglaublich, wenn man das auf der Matte hört. Da gibt jeder noch einmal 30, 40 Prozent mehr. Das ist Spitzenklasse, einmalig. So etwas erlebt man sehr selten.
Der TSV hat jetzt schon 15 Punkte, damit die beste Bilanz der vergangenen fünf Jahre. Was ist der Mannschaft noch zuzutrauen?
Heiß: Wenn wir alle gesund bleiben, dann wollen wir auf Platz drei bis fünf landen. Das wäre sehr, sehr gut. Weit weg von den Abstiegsplätzen sind wir ja schon. (mib)
Michael Heiß (20) tritt beim Zweitligisten TSV Westendorf im griechisch-römischen Stil bis 84 kg an. Gegen Benningen glückte ihm ein Sieg.