Am Samstag war Nadine Hailer (35) vom TSV Moosbach beim Halbmarathon die beste Frau mit 1:28,05 Stunden. Den Marathon entschied der Kenianer Ben Masai (19) mit 2:38,39 Stunden für sich, sein Landsmann Amos Kimeli Rotich (23) landete auf Platz drei (2:39,17 Stunden). Bei den Frauen siegte Mara Del Frari (40) aus Südtirol mit 3:19,21 Stunden.
Eigentlich galt es als sicher, dass beide Afrikaner, die für den SSV Ulm gestartet waren, als Erste die Ziellinie überqueren - doch ab dem zehnten Kilometer bekam Rotich Seitenstechen. «Ben hat versucht, auf mich zu warten», erzählte der 23-Jährige. Das war die Chance für Füssens Seriensieger Marco Diehl. Der 42-jährige Hesse aus Butzbach wusste bereits im Vorfeld: «Die Kenianer brechen manchmal kurz vor dem Ziel ein.» Und so war es: Etwa beim 41. Kilometer überholte Diehl Rotich und sicherte sich Platz zwei (2:38,44 Stunden). Zwar sei die Zeit «in Ordnung», rundum zufrieden gab er sich aber nicht: «Eigentlich wollte ich beide Kenianer einholen. Das hat leider nicht geklappt.» Weil er aber unter 2:45 Stunden blieb, durfte er sich immerhin über eine Prämie von 50 Euro freuen.
Überglücklich war dafür der Kemptener Thomas Capellaro: «Bei der starken Konkurrenz bin ich mit Platz vier sehr zufrieden.» Die Leistung kam nicht von ungefähr: Im Vorfeld war er in acht Wochen 1000 Kilometer gelaufen, um zu trainieren. Was den 26-Jährigen besonders freute: Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte er sich um rund 15 Minuten. Er verriet allerdings: «Der letzte Kilometer war der schlimmste. Jetzt mache ich eine Woche lang erst einmal nichts.»
Ja-Wort um 6.50 Uhr
Rundum zufrieden zeigte sich Chef-Organisator Herbert Hiemer: «Angesichts des schlechten Wetters ist eine Teilnehmerzahl von rund 1500 super.» Rekorde wie im vergangenen Jahr wurden zwar nicht geknackt - rekordverdächtig war dafür, was Alexandra und Martin Pulfer aus Sonthofen (Oberallgäu) machten: Bereits um 6.50 Uhr gaben sie sich im Läuferdress das Ja-Wort und nutzten den anschließenden Romantik-Marathon quasi als «Hochzeitsreise».
Ganz so romantisch war es dann aber nicht: «Ich hatte Probleme mit meinem Knie», verriet Alexandra. Ihr frisch gebackener Ehemann stand ihr jedoch zur Seite - und so kam das Brautpaar gemeinsam im Ziel an.