Dabei geht nicht allein um nationale Ehren, sondern darüber hinaus um die Qualifikation für Weltmeisterschaft Ende März in Basel in der Schweiz. Bei der deutschen Meisterschaft sind mit Andreas Lang und Andreas Kempf auch zwei Spieler des CC Füssen am Start.
Als Favorit gilt aber das Team aus Hamburg mit seinem Skip John Jahr. Die Norddeutschen vertraten die Nation nach dem Rücktritt von Andreas Kapp sowie Holger Höhne im Dezember bei der Europameisterschaft in Moskau und kamen da immerhin auf Platz sieben. Wer am Ende indes in Füssen ganz oben auf dem Podest steht, wird sich erst am Sonntag zeigen.
„Vielleicht muss ein drittes Finalspiel ausgetragen werden“, so der Leiter des Bundesleistungszentrums, Helmar Erlewein, mit Blick auf die ähnliche Stärke der vier qualifizierten Mannschaften. Neben Hamburg treten die Teams Baden-Hills, Mannheim und die Spielgemeinschaft aus Füssen und Oberstdorf mit Lang und Kempf an.
„Team Allgäu war zuletzt immer hinter den Hamburgern“, kommentiert Holger Höhne die Saison, in der es der erstmals ohne Routinier Andy Kapp aufs Eis gehenden Mannschaft noch an Konstanz fehlte, um sich bis an die Spitze vorzuschieben. Der ehemalige Nationalspieler Füssens kennt die Stärken der Spieler der neu formierten Mannschaft.
„Andreas Lang und Daniel Herberg haben sich mit ihren Kollegen auch gut mit Mentaltraining auf dieses Finale vorbereitet, um zu den Favoriten aufschließen zu können.“ Das Team habe in Füssen einen leichten Heimvorteil, so Höhne, „weil alle genau wissen, wie die Steine auf den Bahnen laufen“. Aber auf den Tipp, dass Team Allgäu hier gewinnt, will er sich nicht festlegen. Höhne hofft jedoch, dass die intensive Vorbereitung „auch fruchtet“.
Das muss das Team um Skip Lang am Freitagabend ab 19 Uhr im Halbfinale zunächst gegen Baden Hills beweisen. Der Sieger der Spiele, die im Modus „best of three“ ausgetragen werden, ziehen ins Endspiel ein. Das erste Finalspiel steigt am Samstag ab 18.30 Uhr.