
Der Turnier-Flyer wies aus, dass es bei einem Unentschieden eine Verlängerung von fünf Minuten gebe. Nach dieser Spielzeit führte der BSC 4:3 und hätte demnach bereits den Finaleinzug sicher gehabt. Tatsächlich aber ließ die Turnierleitung zwei Mal fünf Minuten spielen – es folgte also eine zweite Hälfte der „Extra-Spielzeit“.
Herr Adelwarth, welchen Grund gab es denn für diese Entscheidung?
Benjamin Adelwarth: Nun, der Flyer war fehlerhaft. Er war von mir gestaltet worden. Laut Hallenordnung des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) muss man, wenn man regulär zwei Mal acht Minuten spielt, auch zwei Mal fünf Minuten Verlängerung ansetzen. Davon hatten die Vereine aber Kenntnis. Sie haben Zugriff auf die Hallenordnung.
Gab es Proteste nach der ersten Verlängerung?
Adelwarth: Ja, ein Anhänger des BSC kam auf mich zu. Er war etwas laut und hat auf den Flyer verwiesen. Das Ganze sei nicht regelkonform, hat er gesagt. Er hat sich dann aber schnell wieder beruhigt.
Wie fällt ansonsten Ihr Fazit der Unterallgäuer Endrunde aus?
Adelwarth: Ich fand es phänomenal, dass wir die Teilnehmerzahl von 36 im Vorjahr auf nun 45 steigern konnten. In anderen Regionen – etwa im Augsburger Raum – ist der Hallenfußball vom Aussterben bedroht. Die Mannschaften haben in Babenhausen tolle Spiele absolviert. Halbfinale und Finale waren sehr ansehnlich.
Schade war nur, dass es beim Finale und bei der Siegerehrung Lücken auf der Tribüne gab. (Nach dem Ausscheiden von Lokalmatador TSV Babenhausen und einiger anderer Vereine waren zahlreiche Zuschauer abgewandert; Anm. d. Red.) Dominik Prähofer