Der Erfolg für Sulzberg gegen Haunstetten war ein Verdienst von Torhüter Bernd Schramm. Der kugelte sich nach einer Stunde beim Stand von 1:0 einen Finger aus. «Das hat gruselig ausgesehen», sagt Roland Hörmann, der den Vorfall aus nächster Nähe ansehen musste. Hörmann: «Der Finger hatte die Form eines Z. Unvorstellbar, dass er weitergespielt hat.»
Es hätte für Sulzberg schlecht ausgehen können, da kein Ersatztorhüter dabei war. Dann hätte sich ein Feldspieler zwischen die Pfosten stellen müssen. Ein zufällig anwesender Sportwissenschaftler sah sich dann den Finger an und renkte ihn Schramm wieder ein. «Das geht normalerweise nur unter Narkose», sagt Spielertrainer Michael Schöll und schüttelt den Kopf. «Aber der Bernd war voll unter Adrenalin.»
Will so viel heißen wie: «Er hat die Zähne zusammen gebissen und sich ein Tape an den Finger machen lassen. Dann hat er den Ball genommen, zweimal auf den Boden prallen lassen und weiter gings», so Hörmann. Kurz darauf fiel das vorentscheidende 2:0 für Sulzberg.
Gewinnt das Team von Schöll, steigt es in jedem Fall auf. Verliert Sulzberg, gäbe es noch eine Chance. Dazu müsste aber der 1.FC Sonthofen ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Landesliga gewinnen und, und, und ... «Auf Rechenspiele lassen wir uns nicht ein. Wir spielen auf Sieg», sagt Hörmann. «Es ist ganz einfach», ergänzt Schöll. «Wir müssen gegen Erkheim gewinnen.»
Für den Fall der Fälle hat Hörmann schon mal bei seinem Arbeitgeber vorgefühlt, ob er am Mittwoch nicht ein klein wenig später zur Arbeit kommen kann...