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13.09.2013 · Memmingen/Winterrieden

Psychisch Kranker nach Attacke auf Landwirt in Winterrieden wieder auf freiem Fuß

Im Wahn mit Heugabel auf Bauern losgegangen

Gericht · Der psychisch kranke Mann, der am Tag vor Heiligabend 2012 in Winterrieden (Unterallgäu) einen Landwirt mit einer Heugabel attackiert hat, ist wieder auf freiem Fuß. Das Landgericht Memmingen ordnete zwar eine Unterbringung des paranoid-schizophrenen jordanischen Asylbewerbers an, setzte diese aber zur Bewährung aus.

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Grund ist, dass sich der Gesundheitszustand des 29-Jährigen im Laufe seines neunmonatigen Zwangsaufenthalts im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren dank medikamentöser Behandlung deutlich gebessert hat, wie die psychiatrische Gutachterin Verena Klein dem Gericht versicherte. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass die vorgeworfenen Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit geschehen sind.

Ausgebrochen war die Schizophrenie im Dezember vergangenen Jahres, als der Mann in eine Asylbewerberunterkunft in Memmingen eingezogen war. Als er es nicht mehr aushielt, ging er freiwillig ins Bezirkskrankenhaus (BKH) Memmingen. Drei Tage später verließ er die Klinik entgegen eines ärztlichen Rats wieder und griff einen Landwirt an.

Auf freiem Fuß darf Osama A. nur bleiben, wenn er regelmäßigen Kontakt zur forensischen Ambulanz des BKH Kaufbeuren unterhält. 


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Artikelinfos
Autorkr
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung13.09.2013
Aktualisierung19.09.2013 12:26
Ort Memmingen/Winterrieden
Schlagwörtergericht, landwirt, psychiatrie, urteil
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