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26.10.2010 · Kaufbeuren

Gestolpert

ESV Kaufbeuren geht am Wochenende zweimal leer aus und hört angesichts der schwachen Zuschauerzahlen die Alarmglocken läuten - Hoffnung auf Derby gegen Landshut

Eishockey · Es passiert nicht oft, dass man Karl-Heinz Kielhorn ratlos erlebt. Der äußerst erfolgreiche Geschäftsmann betreibt als Franchisenehmer sieben Schnellrestaurants in der Region. Auch für den Eishockey-Zweitligisten ESV Kaufbeuren hat er in den vergangenen Jahren mit viel Engagement und Geld viel Positives bewirken können. Doch als er am Sonntagabend in der zweiten Drittelpause aus dem Fenster des VIP-Raums in ein wieder einmal ganz schwach gefülltes Eisstadion sah, entfuhr dem ESVK-Boss: «Das bedrückt einen. Was soll man denn noch machen?»

Die Frage ist berechtigt, schließlich sah vor den zwei Niederlagen des Wochenendes die sportliche Welt der Kaufbeurer noch rosig aus. Wie im Vorjahr spielten die Joker nach Traumstart frech an der Tabellenspitze mit und sind selbst nach den zwei Pleiten gegen Bremerhaven und Weißwasser noch auf Tuchfühlung zu Platz zwei. Nur im Gegensatz zur Vorsaison scheint das diesmal niemanden mehr zu interessieren.

Gerade einmal 9632 Zuschauer passierten in sechs Heimspielen die Drehkreuze, das macht einen Schnitt von 1605 pro Partie. Kalkuliert hatte der ESVK mit knapp 2000 - einer Zahl, die selbst in sportlich schwachen Jahren annähernd erreicht wurde. Die sonst so logische Formel attraktives Eishockey = Erfolg = guter Tabellenplatz = viele Zuschauer geht diesmal nicht auf. Unablässig sind die Verantwortlichen auf Ursachensuche, haben aber die Erklärung noch nicht gefunden.

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«Das sind wohl vielschichtige Gründe. Das Phänomen schwacher Zuschauerzahlen gibt es nicht nur in Kaufbeuren», sagt ESVK-Pressesprecher Christian Demel.

Fakt ist, dass bei rund 6000 Euro, die pro Spiel fehlen, die Alarmglocken schrillen. Angesichts eines hochgerechneten Fehlbetrags von knapp 150000 Euro startet Kielhorn eine groß angelegte Kampagne bei Sponsoren und «Leuten, die dem Verein wohl gesonnen sind». Die drei Vorstände Kielhorn, Settele und Dollhofer gehen mit gutem Beispiel voran und schießen jeder 10000 Euro zu. Noch hat der ESVK die Hoffnung auf den «Hauptsponsor Zuschauer» nicht aufgegeben. Am Freitag lockt das Derby gegen Landshut. «2500 sollten es da schon sein», so Kielhorn.


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Artikelinfos
AutorMischa Miltenberger
Veröffentlichung26.10.2010
Aktualisierung30.10.2013 22:46
Ort Kaufbeuren
Schlagwörteresvk, esv, wochenende, hoffnung, derby, eishockey, hören
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