Menü Suche Impressum

Ihre Region: 

28.12.2012 · Kempten

Beim Auftaktspringen in Oberstdorf gibt es viele Neuerungen

Ganz nah dran - Zuschauer können die Sportler sogar im Springerlager besuchen – Pressechef Ingo Jensen: „Wir wollen den Besuchern ein Event bieten.“

Vierschanzentournee · Noch nie zuvor seien die Zuschauer so nah dran gewesen am Athleten wie beim Auftaktspringen der 61. Vierschanzentournee in Oberstdorf am Samstag und Sonntag, 29. (Qualifikation) und 30. Dezember (Wettkampf), verspricht Ingo Jensen, Pressechef der Vierschanzentournee im Interview mit unserer Zeitung.

4 Schanzen Tournee
4 Schanzen TourneeBild: Ralf Lienert
Sogar den Athletenbereich könnten die Skisprungfans besuchen und die Sportler bei ihren Vorbereitungen beobachten.

Ingo Jensen, 43, arbeitete fünf Jahre als Redakteur bei unserer Zeitung, leitet inzwischen eine PR-Agentur in Memmingen und ist seit 2006 Pressechef der Vierschanzentournee. Weitere Höhepunkte des Immenstädters in der Funktion eines Pressechefs: 2006 bei den Olympischen Winterspielen in Turin (für den Bereich Skispringen) sowie drei Jahre später bei der nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Liberec.

anzeige

Frage: Wieder gibt es Neuerungen in Oberstdorf. Zum Beispiel, dass Besucher die Springer beim Vorbereiten beobachten können. Welches Ziel wird damit verfolgt?

Jensen: Na ja, wir wollen dem Zuschauer noch mehr Eventcharakter bieten. Erlebnisse, die er eben nicht überall geboten bekommt.

Welche Angebote zielen noch in diese Richtung?

Jensen: Es wird eine Moderationsbühne geben, an denen die Sportler nach ihren Sprüngen vorbeigehen müssen. Dort werden die ersten Interviews geführt, die jeder im Publikum hören kann.

Und wenn der Sportler nach einem enttäuschenden Sprung keine Lust hat, unbequeme Frage zu beantworten?

anzeige

Jensen: Dann geht er eben an der Moderationsbühne vorbei. Und jeder kann sehen, wie er eine Schnute zieht. Aber in aller Regel sind die Springer Profi genug, um sich auch hinterher den Fragen des Moderators oder der anderen Journalisten zu stellen. Mit solchen Dingen und dem Stadion-TV schaffen wir es, die Stimmung in der Erdinger Arena noch transparenter zu machen.

Wann und von wem werden die Ideen nach ständigen Erneuerungen rund um die Vierschanzentournee produziert?

Jensen: Die werden von mehreren Leuten zusammengetragen. Es gibt beispielsweise seit Jahren eine Frühjahrstagung mit den Fernsehstationen, bei der neue Ideen auf den Tisch kommen. Immer im gemeinsamen Interesse des Internationalen Skiverbandes, der Vermarkter oder des Fernsehens. Ziel ist, das Produkt für den Zuschauer so attraktiv wie möglich zu machen – im Stadion und zu Hause vor dem Bildschirm.

anzeige

Kommen da auch aus Oberstdorf regelmäßig Anstöße?

Jensen: Ja, natürlich. In erster Linie von Stefan Huber, dem Generalsekretär beim Auftaktspringen der Tournee. Der hat immer wieder neue und tolle Ideen und kurbelt das Ganze ständig an.

Angst, dass wegen der warmen und nassen Wetterverhältnisse der letzten Tage der Auftakt der Tournee gefährdet wäre, gibt es keine?

Jensen: Nein, die gibt es absolut nicht. Einerseits hat man jede kalte Nacht ausgenutzt, um Schnee zu produzieren. Zum anderen gibt es in Oberstdorf wie auch an den anderen drei Orten der Tournee ein Spurkühlsystem, mit dem wir in jedem Fall auf der sicheren Seite sind. Gerade im Oberallgäu hat man in diesen Bereich zuletzt weiter investiert und ist damit auf dem neuesten Stand.

Die Fragen stellte Freddy Schissler.

anzeige
Kommentare einblenden
Artikelinfos
Autoraz
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung28.12.2012
Aktualisierung25.10.2013 16:13
Ort Kempten
Schlagwörterzuschauer, sportler, event
anzeige

anzeige