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04.10.2012 · Kempten

Ein Tag im Leben einer Morning-Show-Moderatorin

Wochenende · Um halb vier Uhr morgens klingelt der Wecker. Weiterschlafen? Kurz die Schlummer-Taste drücken und wieder im Reich der Träume versinken? Keine Alternative für Kathrin Dorsch. Um halb fünf muss sie im Kemptener Studio stehen und sich vorbereiten, bis eine halbe Stunde später die Morning-Show von DAS NEUE RSA RADIO startet - und tausende Allgäuer mit "Frau Kathrin" aufstehen.



„Es ist einfach ein tolles Gefühl, das Allgäu zu ‚wecken’. Zu wissen, dass einem mehrere tausend Menschen Tag für Tag zuhören – das ist beeindruckend“, erzählt die 30-Jährige.
 
Zusammen mit ihrem Kollegen Markus Pöpperl moderiert sie die Morning-Show auf DAS NEUE RSA RADIO und hat darin ihren Traumjob gefunden.
 
Morning-Show-Moderatorin Kathrin Dorsch
Morning-Show-Moderatorin Kathrin DorschBild: mis/lig
„Ich bin immer direkt dran am Geschehen.“ Jede wichtige Nachricht erfährt sie ein wenig früher, jede Meldung geht durch ihre Hände. „Das macht den Reiz aus, mehr ‚live dabei’ geht nicht“, erzählt Kathrin Dorsch weiter.
 
„Das Radio ist noch immer das schnellste Medium – fast alles passiert live.“ Das heißt aber auch, dass die gebürtige Würzburgerin jeden Morgen topfit sein muss. „Ich muss unheimlich schnell reagieren und improvisieren können. Da kann ich es mir nicht leisten, übermüdet zu sein.“
 
So heißt es für „Frau Kathrin“ von Sonntag bis Donnerstag: Zapfenstreich 20 Uhr. „Da leidet mein Sozialleben schon.“ Freunde treffen, spontan ins Kino oder in die Kneipe gehen – „das fällt für mich eigentlich komplett weg“, erzählt die Moderatorin. „Vor allem im Sommer ist das ärgerlich. Wenn es draußen noch 25 Grad hat und meine Freunde im Biergarten sitzen, ist meine Wohnung stockdunkel und ich muss versuchen, einzuschlafen.“
 
Kathrin Dorsch kämpft aber nicht nur gegen ihre innere Uhr. „Der Faktor Zeit ist im Radio unheimlich wichtig, schließlich können wir ja die Nachrichten, nicht erst dann senden, wenn es uns passt. Das muss Punkt genau zur vollen Stunde sein“. Also timen die beiden Morning-Show-Moderatoren jede Kleinigkeit auf die Sekunde. Die Musik, Verkehrs- und Wettermeldungen, die Werbung, Jingles, Veranstaltungshinweise, das Comedy-Programm und nicht zuletzt die Moderationen der beiden – alles müssen sie genau abstimmen.
 
Und das alles idealerweise, ohne dass der Hörer den Stress im Studio mitbekommt. „Gute Laune ist im Radio das A und O. Kein Mensch will eine genervte oder zickige Moderatorin hören, da muss ich schon professionell bleiben“, erklärt Kathrin Dorsch und grinst.
 
„Zugegeben: Das klappt auch nicht immer. Wenn ich mal sehr wenig geschlafen habe, oder der Stress groß ist, kann es schon sein, dass ich aus dem Konzept komme - mich mal verplappere.“ Aber Fehler mache jeder einmal, sagt sie. „Solange ich schnell wieder in die Spur komme und weiter freundlich und gut gelaunt bin, verzeihen mir das hoffentlich die Hörer“.
 
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Artikelinfos
AutorStephan Michalik
Veröffentlichung04.10.2012
Aktualisierung23.10.2013 15:28
Ort Kempten
Schlagwörterrsa, moderator, arbeit
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