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08.05.2013 · Kaufbeuren

Der Traum vom Driften: Zwei Kaufbeurer Brüder fahren ihre erste Saison im Opel-Rallye-Cup

Reportage · „Adrenalin, Kraft, Ausdauer“. Mit diesen Worten beschreibt Johannes Reiter die Faszination, die für ihn hinter dem Rallye-Sport steckt. Schon von klein auf sind er und sein Bruder Thomas vom Motorsport begeistert und drehen mit dem Bobby-Car ihre ersten Runden auf dem Asphalt.

Rallye Team Reiter: Das sind die Brüder Thomas und Johannes Reiter aus Kaufbeuren. Gemeinsam fahren sie in ihrem Opel Adam den ADAC Opel Rallye Cup. Extra für dieses Event haben sich die Geschwister zusammengetan – Thomas, 31 Jahre alt, sitzt als Fahrer am Steuer, sein 30-jähriger Bruder Johannes ist der Beifahrer.

Thomas hat vor fünf Jahren als Beifahrer bei einer Rallye angefangen. Nebenher ist er beim Slalom Cup selbst gefahren. Seit vier Jahren ist er Rallye-Fahrer und in dieser Zeit von der Amateurklasse bis zum Opel Rallye Cup aufgestiegen. Die Voraussetzung für diesen Cup war allerdings ein Beifahrer, auf den Thomas sich voll und ganz verlassen kann. Deshalb fragte er im November 2012 seinen Bruder Johannes, der von der Idee eines Rallye Teams Reiter sofort begeistert war.

Gerade weil sich die Beiden als Brüder in- und auswendig kennen und verstehen, können sie sich ideal auf ein Rennen vorbereiten und auch in stressigen Momenten gut zusammenarbeiten. Wenn sie eine neue Rennstrecke kennenlernen, fahren sie diese gemeinsam ab. Johannes notiert sich während der Fahrt im sogenannten Aufschrieb alle Details. So kann er jede Kurve, Kuppel, Brücke oder Unebenheit rechtzeitig ankündigen. Thomas als Fahrer weiß dann, was ihn erwartet und reagiert entsprechend.

Beim Rallye-Fahren gilt "learning by doing". Da es in Deutschland verboten ist, Strecken zu diesem Zweck abzusperren, ist jede Rallye eine neue Chance, das eigene Können zu verbessern.

Gemeinsam kauften die beiden ihren Rennwagen, einen Opel Adam. Seit diesem Jahr hat das Auto eine Sonderzulassung, damit die Brüder über öffentliche Straßen zu den Rallyes fahren können. Billig ist der Spaß nicht: Bei der hohen Beanspruchung im Rallye-Sport fallen regelmäßig Reparaturen an. Verschleißteile wie Reifen und Bremsen sind sehr teuer. Einmal im Jahr müssen sie das Getriebe revidieren lassen.

Aber nicht nur das Auto braucht Pflege. Durch die Hitze in den Schutzanzügen und im Rennwagen verbraucht der Körper eine große Menge Flüssigkeit, so dass die Geschwister etwa 4-5 Liter Wasser pro Fahrt trinken. Um körperlich fit zu sein, trainieren Thomas und Johannes mindestens zweimal in der Woche ihre Ausdauer und Fitness. Somit sind sie perfekt gerüstet für ihre erste Saison beim ADAC Opel Rallye Cup.

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Artikelinfos
Autormth / yod
Veröffentlichung08.05.2013
Aktualisierung10.05.2013 16:28
Ort Kaufbeuren
Schlagwörtervideo, rallye, rennsport, motorsport, auto
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