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28.03.2012 · Mm

Wunsch von Eisenburgern: Mit Gasthaus oder Café die Gemeinschaft im Stadtteil stärken

„Wir sind definitiv ein Schlafdorf“

Ortsentwicklung · Wie sieht es aus mit der dörflichen Gemeinschaft im Stadtteil Eisenburg? Wo fehlt es? Was kann man besser machen? Vertreter der katholischen Kirche und der Vereine wollten wissen, was die Eisenburger über das Leben in ihrem Stadtteil denken und konzipierten einen vier Seiten umfassenden Fragebogen.

Eisenburg
EisenburgBild: Eva Maria Häfele
1200 Exemplare wurden ausgegeben, 54 kamen nun beantwortet zurück, knapp fünf Prozent. Ein einhelliger Wunsch zieht sich durch alle Antworten: In Eisenburg fehlt ein neutraler Treffpunkt, also ein Gasthaus oder ein Café.

Wolfgang Müller, Zweiter Vorsitzender der Feuerwehr, bringt das Problem Eisenburgs auf den Punkt: „Wir sind definitiv ein Schlafdorf.“ Bis zur Eingemeindung 1976 hatte das Dorf noch keine 500 Einwohner, Anfang der Neunziger waren es knapp 900, heute hat der Stadtteil 1500 Einwohner. Tendenz steigend.

„Das ist kein gesundes Wachstum“, beklagt Raimund Rau, Zweiter Vorsitzender des Rad- und Sportvereins. Mit dem Schlafdorf wollen sich Kirche und Vereine aber nicht zufrieden geben. Bestehende Angebote müssten besser publik gemacht werden, überlegen sie gemeinsam. Denn manches Gewünschte gebe es bereits wie etwa Kinder- und Seniorenturnen oder Fitnessgeräte.

Neues Gottesdienst-Angebot

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Als kulturelles Angebot einen Chor ins Leben zu rufen, kann sich der katholische Pfarrer, Pater Anton, vorstellen. Die Pfarrgemeinde wird offen und ansprechend erlebt, sei bei den Antworten herausgekommen. „Das hat mich positiv überrascht“, sagt der Geistliche.

Auf Wunsch habe man eine neue Gottesdienstzeit am Samstagabend in der kleinen Kapelle St. Nepomuk eingeführt. „Das wird gut angenommen, es kommen deutlich mehr jüngere Kirchenbesucher“, so der Pfarrer. Für Treffen von Pfarreigruppen ist die Kirche zu Gast in den Vereinsheimen. „Die Zusammenarbeit klappt hervorragend“, sagt Rau.

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Handlungsbedarf bestehe bei der Infrastruktur des Stadtteils. Der Spielplatz sei schon recht alt, beklagten manche Eisenburger. Eine bessere Busanbindung Richtung Memmingen wird gewünscht, auch eine deutliche Ausschilderung der Rad- und Wanderwege oder ein Badeweiher.

Manches, erklärt Rau, werde von der Stadt bereits umgesetzt. Anderes trage man an die Stadtverwaltung heran. Was die Vereine oder die Kirche selbst in der Hand haben, wollen sie anpacken. „Nicht von heute auf morgen, aber auf Dauer eingerichtet“, sagt Rau.

Was sie nicht selbst steuern können, ist die Verwirklichung eines Gasthauses oder auch besserer Einkaufsmöglichkeiten. Derzeit hat ein Bäcker an drei halben Tagen in der Woche geöffnet. Ein Dorfladen und eine Gaststätte, vermutet Rau, werden wohl Wünsche der Eisenburger bleiben.

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Artikelinfos
Autoraw
Veröffentlichung28.03.2012
Aktualisierung15.10.2014 13:38
Ort Mm
Schlagwörterwunsch, gasthaus, gemeinschaft
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