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31.03.2012 · Lindenberg

Lindenberger Schüler werden über versteckte Gefahren im Netz aufgeklärt

Polizeioberkommissar Thomas Walter klärt Sechstklässler der Realschule Lindenberg über Cybermobbing und das Internet auf

Sicherheit · „Wie ist das jetzt, darf man aus dem Internet Musik runterladen, wenn man bezahlt?“, fragt ein Schüler. Polizeioberkommissar Thomas Walter von der Inspektion Lindenberg weiß Bescheid: „Überall, wo man bezahlt, ist es offiziell und in Ordnung.“

Ganz anders verhalte es sich mit sogenannten Filesharingbörsen. Auf diesen Internettauschbörsen ist das Hoch- und Runterladen von Musik und Filmwerken illegal. Die Sechstklässler der Realschule Lindenberg hören interessiert und aufmerksam zu.

Sämtliche 6. Klassen hat Thomas Walter über das Internet und Cybermobbing informiert und Tipps für den sicheren Gebrauch gegeben. Der Schulverbindungsbeamte der Polizei hat die Mädchen und Buben auf Gefahren aufmerksam gemacht, durch welche sie selbst im Internet zu Tätern oder Opfern werden können.

„Bei uns an der Schule haben wir diese Stunden im Sinne der Mobbingprävention gemacht – wir wollen Mobbing gar nicht erst einreißen lassen“, erklärte Konrektor Hans-Peter Notter. Thomas Walter hat deswegen extra betont: „Wenn jemand körperlichen Schaden durch Mobbing erleidet, dann ist das Körperverletzung.

“Zusätzlich haben die Schüler Grundlegendes über Gefahren des Internets erfahren. So hat der 51-jährige Polizist intensiv das Thema Urheberrecht besprochen und darauf hingewiesen, dass CDs mit einem Kopierschutz nicht gebrannt werden dürfen.

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Das gilt auch für DVDs, die normalerweise immer geschützt sind. Einen Kopierschutz zu umgehen sei kriminell, so Walter. Selbst wenn Kinder noch unter 14 Jahre und damit strafunmündig sind, können die Eltern für ihre Vergehen haftbar gemacht werden.

Auch vor tückischen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) hat der Ermittlungsbeamte für Internetkriminalität gewarnt. Bei nahezu allen großen Webmailern, unter anderem Google Mail, stehe in den Vertragsbedingungen „dass du denen das Recht gibst, deine E-Mails durchzuschauen“, so Walter. Auf diese Weise würden Webmailer zielgerichtete Werbungen einblenden können. Auch gebe es zahlreiche Seiten im Internet, die mit kostenlosen Angeboten werben würden.

Von Klingtönen über Musik bis hin zu Hausaufgaben scheint man alles kostenlos zu finden – allerdings stellen sich meist beim Lesen der AGBs sehr hohe Kosten heraus. Daher sollte man immer die Vertragsbedingungen aufmerksam durchlesen, so der Tipp des Fachmanns.

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Autortaf
Schlagwörterrealschule, sicherheit, polizei
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