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28.12.2012 · Kaufbeuren

Vor 160 Jahren war es schon einmal so warm

Hitzewallungen an Neujahr

Kf-hitze · Mitte Dezember stöhnten die Kaufbeurer noch unter der großen Schneelast und Tiefstwerten von fast 20 Grad Minus. Doch an Weihnachten wurden über 15 Grad Celsius plus gemessen, so mancher ging sogar im kurzärmligen Shirt spazieren. Vor 160 Jahren gab es das schon einmal.

Wetterthermometer
Bild: Tobias Kleinschmidt (dpa)
„Der Winter war beispiellos seit Menschengedenken“, steht 1853 in der sogenannten Christa-Chronik. Sie wurde von dem Hospitalverwalter Emanuel Christa geleitet, der damit von 1801 bis 1875 die Hörmannsche Chronik weiterführte und „alle merkwürdigen Begebenheiten“ festhielt. Und das Jahr 1853 bot davon einige: So sorgte das Wetter für eine katastrophale Ernte.

„Der viele Regen ließ die Feldfrüchte teils spärlich, teils verdorben einbringen.“ Danach gab es einen „gelinden Winter“: „An den Weihnachtsfeiertagen sah man Knaben vom Lande barfuß zur Stadt kommen.“ Doch während es nun laut Wettervorhersage wieder eisiger werden soll, blieb es vor 160 Jahren mild.

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Das sorgte für ganz neue Eindrücke in der Altstadt: „An Neujahr 1853 war es so lieblich und schwül, dass man in Schifferwirts Keller im Freien Bier ausschenkte und einige der anwesenden Bürger ihre Röcke (Jacken) ausgezogen hatten“, berichtet die Chronik. Das kann heuer wohl nicht passieren: An Silvester und am Neujahrstag sind zumindest nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt angesagt.


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Artikelinfos
Autorfro
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung28.12.2012
Aktualisierung17.04.2013 11:06
Ort Kaufbeuren
Schlagwörterneujahr, hitze, winter
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