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12.10.2012 · Ottobeuren

Ursache für Verunreinigungen in Ottobeurer Wasserversorgung gefunden

Chlorierung wird aufgehoben - Wasser muss dann aber vorübergehend wieder abgekocht werden

Trinkwasser · Anfang der kommenden Woche wird die Chlorierung des Ottobeurer Trinkwassers vorläufig eingestellt. Stattdessen muss das Trinkwasser so lange wieder abgekocht werden, bis sicher ist, dass keine Keime mehr im Ortsnetz zu finden sind: Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, zu dem das Landratsamt jetzt Bürgermeister Bernd Schäfer und weitere Verantwortliche des Marktes Ottobeuren eingeladen hat.

Trinkwasser
TrinkwasserBild: Jochen Eckel (dpa-Zentralbild)
„Heute haben wir wichtige Neuigkeiten erfahren: Vorgestern, am 10. Oktober, wurde ein Leitungsstrang, der als Keimverursacher identifiziert wurde, mechanisch vom Netz getrennt“, so Landrat Hans-Joachim Weirather im Anschluss an das Gespräch. „Damit ist nachvollziehbar die wahrscheinlichste Ursache der Verkeimung ausgeschaltet.“

Ende Juni waren Verkeimungen in weiten Teilen der Ottobeurer Wasserversorgung aufgetaucht. Daraufhin musste das Wasser aus Sicherheitsgründen zunächst abgekocht werden, bis eine Chlorierungsanlage eingebaut wurde.

Inzwischen geht der Markt Ottobeuren nun davon aus, dass die alte, inzwischen nicht mehr benötigte Wasserleitung die Ursache für die Verkeimung war. Diese sei nun aber diese Woche vom restlichen Ortsnetz getrennt worden, sagte Schäfer.

Auf dieser Grundlage sei es vertretbar, die Chlorierung nun vorläufig aufzuheben, so der Landrat. Gleichzeitig werde das Gesundheitsamt zum Schutz der Bevölkerung eine neue Abkochanordnung erlassen.

„Diese Abkochanordnung wird so lange gelten, bis durch regelmäßige Untersuchungen sichergestellt ist, dass das Wassernetz dauerhaft von Keimen frei ist“, betont Weirather. Sollten bei den Proben erneut Keime festgestellt werden, müsse die Chlorierung jedoch wieder aktiviert werden. Im Gespräch wurde das weitere Vorgehen für die kommenden Wochen genau festgelegt.

Der Markt Ottobeuren werde die Wasserversorgung in den kommenden Wochen engmaschig untersuchen und laufend Proben nehmen, so Bürgermeister Schäfer. Über den aktuellen Stand werde die Bevölkerung auf dem Laufenden gehalten.
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Artikelinfos
AutorLandratsamt Unterallgäu
Veröffentlichung12.10.2012
Aktualisierung14.06.2013 15:50
Ort Ottobeuren
Schlagwörterversorgung, trinken, sicherheit
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