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11.04.2013 · Betzigau / Oberallgäu

Tbc: Bauernverband in Betzigau über die Aussagekraft des Simultantests

Landrat Kaiser rät, Tbc-Tests nicht hinauszuschieben

Tuberkulose · Seit sieben Wochen ist der landwirtschaftliche Betrieb von Herbert Dinser im Oberallgäu gesperrt – weil bei manchen seiner Rinder der Verdacht besteht, an Tbc erkrankt zu sein: „Seither schütte ich meine Milch in die Güllegrube.“

TBC-Infoveranstaltung
TBC-InfoveranstaltungBild: Hermann Ernst
Nachdem ein Haut- und Bluttest bei seinen Tieren durchgeführt worden war, dürfe er den nun einstampfen – weil das Landratsamt nun, auf Simultantests setzt. „Dieser Test ist laut Friedrich-Loeffler-Institut aber nur zu 65 Prozent aussagekräftig – ist das überhaupt haltbar?“

„Nicht jeder Test ist hundertprozentig, hat aber durchaus seine Berechtigung“, ergänzte Veterinäramtsleiter Dr. Johann Mages zum Thema Aussagekraft. Die Verantwortlichen hätten sich anfangs im Ministerium München auf den Haut- und Bluttest abgestimmt. Mages hingegen als Vertreter des Oberallgäus hatte vorgeschlagen,
auf den Bluttest einer US-Firma, der Antikörper auf Tbc nachweist, in Verbindung mit dem Simultantest zu setzen, doch er sei damals überstimmt worden.

Die Trefferquote des Simultantests belaufe sich generell auf „bis zu 80 Prozent“, betonte Mages, soll heißen: „Wir werden auch hier weiterhin falsche Ergebnisse haben – es gibt aber keine Tests am lebenden Tier mit hundertprozentiger Aussagekraft.“ Immerhin habe der Simultantest in den vorigen Jahrzehnten dazu geführt, „Deutschland Tbc-frei zu machen“.

 

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Artikelinfos
AutorKlaus Kiesel
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung11.04.2013
Aktualisierung25.10.2013 10:07
Ort Betzigau / Oberallgäu
Schlagwörtertbc, bauernverband, test, rind
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