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23.08.2013 · Kempten

Stadt Kempten erhält enttäuschende Antwort der Investoren vom "großen Loch"

Bauprojekt · Die Stadt Kempten hat heute von der Rechtsanwaltskanzlei der Bauherren des Vorhabens Geschäftshaus am August-Fischer-Platz eine Antwort auf das jüngste Schreiben von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer an die Grundstücksgemeinschaft Ritter und Kyburz GbR erhalten – „eine enttäuschende Antwort“, so Baureferentin Monika Beltinger, denn: „Anstatt konkrete bauliche Maßnahmen und Zeitpläne zu benennen, wird in dem Schreiben auf Gerichtsverfahren verwiesen.“

Großes Loch
Bild: Ralf Lienert
Mit Schreiben vom 13. August 2013 hatte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer die Bauherren aufgefordert, ihre Ankündigung wahrzumachen und den bereits seit März 2010 genehmigten Bau endlich zu realisieren. Ebenso erwartet die Stadt, dass die dafür notwendigen, weiteren Sicherungsmaßnahmen (Sicherung der Ankerköpfe und Abstützung der Träger am Fuße der Baugrube) am aktuell nicht standsicheren Baugrubenverbau nun von den Bauherren selbst in Auftrag gegeben werden.

In der nun heute erhaltenen Antwort, wiederholt die Rechtsanwaltskanzlei die Aussage, „unsere Mandantin wird selbstverständlich die Baumaßnahme durchführen“, die bereits seit der Einstellung der Bauarbeiten im Winter 2010/2011 mehrmals getroffen wurde. „Vor Ort geschehen ist jedoch nichts – im Gegenteil: Es wurden weder die notwendigen Sicherungsmaßnahmen der Baugrube durchgeführt, noch sind die Untergeschoße mit Stellplätzen errichtet worden, die von Anfang an völlig unstrittig waren“, so Monika Beltinger.

Da erneut keine konkreten Angaben gemacht werden, sind die Bauherren offensichtlich immer noch nicht bereit, ihrer Verantwortung für die Baugrube nachzukommen und die nächsten baulichen Schritte zu beauftragen.“ Daher ist die Stadt Kempten weiterhin gezwungen, die für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erforderlichen Baumaßnahmen in Ersatzvornahme zu beauftragen.

Die Behauptung in dem Schreiben von Rechtsanwalt Thomas van der Heide, dass die notwendige Ankerkopfsicherung „zur Zerstörung des vorhandenen Tiefgaragenbauwerks führen würde“, entbehrt jeglicher technischen Grundlage. Außerdem stimmt es nicht, dass ein Weiterbau durch eine fehlende Genehmigung von Temporärankern durch die Stadt Kempten verhindert wird, wie der Rechtsanwalt weiter behauptet.

Vielmehr ist richtig, dass die ursprüngliche Sondernutzungsgenehmigung für die Temporäranker förmlich zurückgezogen werden musste, weil der deren Zulassung bereits im Sommer 2012 auslief und die Bauherren die für die Sicherheit der Baustelle und der öffentlichen Straßen notwendigen Sicherungsmaßnahmen bis heute nicht durchführen ließen. Also kann erst einen neue Sondernutzungsgenehmigung erteilt werden, sobald die Baugrube wieder standsicher ist. Und dann kann auch weitergebaut werden.

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Artikelinfos
AutorKatja Egli
QuelleStadt Kempten
Veröffentlichung23.08.2013
Aktualisierung15.10.2013 23:14
Ort Kempten
Schlagwörterbauprojekt, investoren, antwort, bürgermeister
Großes LochDossier
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