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05.01.2013 · Memmingen

SPD Memmingen-Unterallgäu: Pflegekräfte besser bezahlen

Sozialdemokratische Frauen nehmen Stellung

Versammlung · Mit dem Thema Altenpflege, dem Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren und mit den Wahlen im September hat sich die „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Memmingen-Unterallgäu jetzt bei ihrem Jahresschlusstreffen beschäftigt.

SPD
SPDBild: Marcus Brandt (dpa)
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung schätze den Anstieg der Zahl von Pflegebedürftigen in Bayern bis zum Jahr 2030 auf 54 Prozent, wurde bei der Veranstaltung mitgeteilt. Gleichzeitig werde bayernweit eine Versorgungslücke von 68 000 Vollzeitpflegekräften prognostiziert.

Allerdings würde sich die Situation in den Kommunen unterschiedlich darstellen. So werde für den Landkreis Unterallgäu mit einer Zunahme der Pflegebedürftigkeit von 59 Prozent und mit 670 fehlenden Pflegekräften gerechnet. In Memmingen sei es nicht so dramatisch.

Die Zahl der Pflegebedürftigen werde der Studie nach um 40 Prozent steigen, der Mangel an Pflegekräften werde mit 270 Kräften vorausgesagt.

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„Mehr Pflegepersonal bekommen wir nur, wenn die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung von Pflegekräften den hohen Anforderungen des Berufs angepasst werden“, betonte SPD-Stadträtin Verena Gotzes. Dringend notwendig seien klare Regelungen zur Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften und ein Verzicht auf Schulgeld in der Altenpflegeausbildung, ergänzte Irmgard Schäffler aus Türkheim.

Gegen Studiengebühren

Mit Blick auf das Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren in Bayern wurde beim AsF-Treffen darauf hingewiesen, dass Bayern gemeinsam mit Niedersachsen das letzte Bundesland ist, das Studiengebühren erhebt.

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„Studiengebühren sind unsozial, weil sie Jugendliche aus einkommensschwachen Familien belasten“, stellte Kreisrätin und SPD-Unterbezirksvorsitzende Anne Kraus aus Boos fest. Vom 17. bis 31. Januar müssen 940 000 Bürger unterschreiben, damit es zu einem Volksentscheid kommt.

Nach der Abschaffung der Studiengebühren sollte auch über eine Entlastung im Sektor der beruflichen Weiterbildung zum Beispiel bei den Meisterausbildungskosten nachgedacht werden, fordern die SPD-Frauen.

Was die anstehenden Wahlen anbelangt, hoffen die AsF-Vertreterinnen, dass die bayerische Staatsregierung noch einlenkt und den Termin für die Landtagswahl in Bayern auf den Tag der Bundestagswahl legt. Somit könnten zehn Millionen Euro an Steuergeldern gespart werden. Zudem müssten die ehrenamtlichen Helfer nur an einem Tag zur Verfügung stehen.

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Artikelinfos
Autormz
QuelleMemminger Zeitung
Veröffentlichung05.01.2013
Aktualisierung17.04.2013 08:56
Ort Memmingen
Schlagwörterspd, frauen, versammlung
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