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10.02.2012 · Sonthofen

Oberstdorfer Klinik-Patienten warten stundenlang aufs Frühstück

Lastwagen des Menü-Service-Allgäu blieben mit versulztem Diesel liegen – Leser Anton Burger bedauert fehlende Entschuldigung – Unternehmen erarbeitet jetzt einen Notfallplan

Kälte · Anton Burger aus Kranzegg ist verstimmt: Während seines Klinik-Aufenthaltes in Oberstdorf hat sich einmal das Frühstück deutlich verzögert, weil Laster mit der Essenslieferung wegen liegen geblieben waren. „Es kann nicht sein, dass ein Krankenhaus aufs Essen warten muss.“

Erst recht, weil es Kältewarnungen gegeben habe. Burger: „Da muss man vorher reagieren – nicht erst, wenn alles steht.“ Was ihn zudem ärgert: Von der Menü-Service-Allgäu GmbH (MSA) habe es keine Entschuldigung gegeben, nicht einmal ein Zettelchen am nächsten Morgen.

Laut Burger wurde das Frühstück normalerweise zwischen 7.30 und 8 Uhr serviert. Doch am Samstag habe es das Essen erst gegen 11 Uhr gegeben – und vorher gegen 10 Uhr wenigstens Kaffee, was die Klinik selbst organisiert habe. Das Mittagessen sei Samstag und Sonntag jeweils eine Dreiviertelstunde später als üblich auf den Tisch gekommen.

Dass zwei Laster, die die Kliniken im südlichen Oberallgäu versorgen, am Samstagmorgen bei minus 24 Grad auf der Strecke stehen blieben, bestätigt MSA-Geschäftsführerin Sabine Denk. „Trotz der von uns ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen ist Diesel versulzt.“ Weil man das Essen umladen musste, sei es zu Verzögerungen gekommen. Das Frühstück erreichte die Klinik Oberstdorf etwa drei Stunden verspätet um 10.15 Uhr. Erst dann habe die Verteilung beginnen können.

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In der Klinik Immenstadt kam das Essen an dem Morgen laut Denk 20 Minuten später als üblich an, in der Klinik Sonthofen (sie liegt nahe der MSA-Küche) pünktlich.

Der Vorwurf, dass sich die MSA danach nicht bei allen Patienten entschuldigt habe, sei gerechtfertigt, bedauert Denk. Nun werde ein Notfallplan erarbeitet. Dazu gehört eine Telefonnummer, unter der die Kliniken auch am Wochenende jemanden erreichen, wenn der Essenslaster nicht um 7 Uhr vor der Tür steht. Und fürs MSA-Personal soll es eine Notfallnummer geben.

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Klinik-Geschäftsführer Michael Osberghaus findet den Vorfall sehr bedauerlich. Wichtig sei, daraus für die Zukunft zu lernen: Dazu gehöre die schnelle Information der Geschäftsführung und ein Entschuldigungsschreiben an die Patienten auf dem nächsten Essenstablett. Zudem müsse es künftig in Oberstdorf einen Mindestvorrat an Brot und so geben. Schließlich könnte es ja auch mal passieren, dass ein Essenslaster in einen Graben fährt oder sich aus anderen Gründen verspätet.

 

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Artikelinfos
Autoruw
Veröffentlichung10.02.2012
Aktualisierung17.04.2013 11:06
Ort Sonthofen
Schlagwörterdiesel, essen, frost
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