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17.03.2012 · Neugablonz

Oberbürgermeister Bosse gibt Bericht über Lage in Kaufbeuren

Rechtliche Schritte angekündigt

Bürgerversammlung II · Einen Bericht zur Lage in Kaufbeuren und Neugablonz gab Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) bei der Bürgerversammlung in Neugablonz. Großes Thema dort war wieder der Reifträgerweg. Der Bund Naturschutz hatte in einem Brief an städtische Politiker und das Landratsamt über „delikates Zustandekommen“ des Grundstückskaufs spekuliert, der den Bau der Reifträgerwegtrasse erst ermögliche.

Reifträgerweg Symbolbild
Bild: Mathias Wild
Hintergrund ist, dass der Landwirt, der jahrelang seinen Grund für den Bau des Reifträgerweges nicht hergeben wollte, nun erkrankt ist. Seine Geschäfte werden von einem Rechtsanwalt erledigt. Nun wurde der Verkauf ermöglicht. Es wurde seitens des Bundes Naturschutz gemutmaßt, dass nicht alles mit rechten Dingen zugehe.

Bosse kündigte juristische Schritte gegen jene an, die das behaupteten. Anwesende Bürger unterstützten die Entscheidung mit spontanem Applaus. "Hier wird versucht, eine Verschwörung vorzuglaukeln. Wir lassen uns das nicht gefallen", erklärte Bosse.

Die Stadt arbeite auf eine Unterlassenserklärung hin. Trotz Anschuldigungen von Seiten der Bürger sei die Stadt durch den Grundstückserwerb im letzten Jahr nun bei der Reifträgertrasse voll handlungsfähig. Im Herbst soll das Gelände gerodet und im Frühjahr 2013 mit dem Bau der Trasse begonnen werden.

Initiative für Hochschule

Bauchschmerzen bereitete dem Oberbürgermeister, dass Kaufbeuren das geringste Steueraufkommen aller kreisfreien Städten in Bayern hat. Daher plant die Stadt (um junge Menschen nach Kaufbeuren zu holen) eine Außenstelle der Hochschule Kempten anzusiedeln (wir berichteten). Das könne langfristig für mehr Steuerzahler sorgen. Außerdem denke er über ein ziviles Ausbildungszentrum für Fluglotsen auf dem Fliegerhorst in Kaufbeuren nach, so Bosse.

Der Stadtrat bemühe sich zudem, das „Grüne Zentrum“, das das Kaufbeurer Landwirtschaftsamt mit Schule ersetzen soll, in Kaufbeuren seinen Standort erhält. Als Ort dafür kämen der Gewerbepark Bavariaring oder der Innovapark in Neugablonz in Frage. Benötigt würden etwa 8000 Quadratmeter Fläche.

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Zudem gab Bosse bekannt, dass eine Petition gegen den Umbau des Neuen Marktes in Neugablonz im Landtag eingereicht wurde. Bosse wies aber darauf hin, dass er die Bürger frühzeitig in die Planung mit einbezogen habe. Damals hielt sich das Interesse aber in Grenzen, so Bosse.

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Veröffentlichung17.03.2012
Aktualisierung27.09.2013 15:21
Ort Neugablonz
Schlagwörterbau, grundstück, stefan bosse
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