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31.03.2012 · Weiler

Neues Kinderschutzgesetz ist im Landkreis Lindau schon vielfach erfüllt

Jugendhilfe · Seit Januar ist es in Kraft: Das neue Bundeskinderschutzgesetz will zum einen das Wohl von Kindern und Jugendlichen schützen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung fördern. Es schreibt aber auch fest, dass den Eltern möglichst frühzeitig ein koordiniertes, multi-professionelles Angebot an Hilfen zur Verfügung stehen sollte. Dieses Netzwerk sieht Jugendamtsleiter Patrick Zobel im Landkreis Lindau durchaus geknüpft, wie er im Jugendhilfeausschuss schilderte.

Vater mit Kind
Vater mit KindBild: Frank Leonhardt (dpa)
Zobel ließ einige Eckpunkte der vorbeugenden Arbeit seiner Behörde Revue passieren. Dazu gehören sogenannte frühe Hilfen, die teilweise bereits in der Schwangerschaft, auf jeden Fall aber schnellstmöglich nach der Geburt Rat und Hilfe bieten. Das neue Gesetz gebe den Trägern der Jugendhilfe auch die Möglichkeit, ein Gesprächsangebot zu machen.

In einer verbindlichen Netzwerkstruktur sollen öffentliche und freie Jugendhilfe mit Vertretern des Gesundheitssystems und der „materiellen Lebenssicherung“ zusammenwirken, um junge Eltern zu erreichen, wie Zobel es beschreibt.

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Klar ist für Zobel, dass die Jugendhilfe im Kreis Lindau bei dieser Aufgabe auf ihr Projekt „Erste Schritte“ zurückgreift: Seit geraumer Zeit sind die Sozialpädagoginnen Branka Bilgeri, Heike Motz und Anke Fischer Ansprechpartnerin für alle Fragen, die junge Eltern drücken.

In seinen Unterlagen zum Kinderschutzgesetz hält Zobel fest, dass nur Information der Partner allerdings nicht ausreiche. Das Netzwerk könne nur funktionieren, wenn die „Akteure in Beziehung zueinander stehen“ und jeder wisse, an welchen Partner er sich wenden kann. Die Verwaltung wolle deshalb sowohl Briefe verschicken als auch Veranstaltungen zum neuen Gesetz vorbereiten.

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Hebammen, Kinderärzte und andere, die im engen Kontakt mit jungen Familien arbeiten, geben Stütze. Im Rahmen des Projekts „Erste Schritte“ sind im Landkreis auch Sozialpädagoginnen eingebunden, die zusätzliche Hilfe anbieten, wenn sich Eltern überfordert fühlen.

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Artikelinfos
Autoree
Veröffentlichung31.03.2012
Aktualisierung23.08.2013 14:13
Ort Weiler
Schlagwörterprojekt, landkreis, gesetz
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