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29.12.2012 · Kaufbeuren

Legionellenvorsorge: Frist für Untersuchung verlängert

Vermieter müssen Warmwasseranlagen untersuchen lassen

Gesundheit · Zum Schutz vor Legionellen müssen Vermieter Warmwasseranlagen in Mietshäusern regelmäßig auf die Bakterien untersuchen lassen. Der Gesetzgeber hat nun aber die Vorgaben geändert und dadurch die Betreiber großer Anlagen deutlich entlastet.

Untersuchung
UntersuchungBild: Z6068 Hans Wiedl (dpa-Zentralbild)
Die bisher geforderte generelle Anzeigepflicht solcher Anlagen entfällt.Die Frist für die erste Untersuchung wurde verlängert.

Dies gilt für gewerbliche, nicht öffentliche Großanlagen zur Trinkwassererwärmung – vor allem in Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen. Zunächst sollte die Erstuntersuchung bis 31. Oktober 2012 durchgeführt werden, nun wurde dieser Termin auf 31. Dezember 2013 verschoben. Die Neuregelung sieht auch vor, dass Vermieter, die der Untersuchungspflicht bisher nicht nachgekommen sind, kein Bußgeld befürchten müssen.

Ferner wird das Intervall für die Betreiberuntersuchung der Warmwasseranlagen auf Legionellen von jährlich auf alle drei Jahre erweitert. Dem Gesundheitsamt müssen künftig die Ergebnisse nur noch dann gemeldet werden, wenn die Anlage Auffälligkeiten zeigt.

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Wird in den Proben ein erhöhter Wert gemessen, muss der Betreiber die Ursache ermitteln und Gegenmaßnahmen veranlassen. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Zudem ist der Hausbesitzer haftbar, wenn ein Mieter an Legionellen erkrankt.

Vor allem falsch konstruierte und betriebene Trinkwassersysteme können ein Grund sein, dass Legionellen beispielsweise beim Duschen in hoher Konzentration versprüht werden und zu einer schweren Lungenentzündung führen.

Die Regelung gilt für Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit einem Warmwasserspeichervolumen von mehr als 400 Litern. Sie gilt auch dann, wenn in den Rohren zwischen Heizung und dem am weitesten entfernten Wasserhahn mehr als drei Liter Wasser in einer Steigleitung Platz finden. Voraussetzung ist ferner, dass Duschen oder ähnliche Einrichtungen existieren, bei denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt.

Nicht betroffen sind Ein- und Zweifamilienhäuser. Vermieter oder deren Hausverwaltungen haben eventuell mithilfe eines kompetenten Fachbetriebs zunächst festzustellen, ob die genannten Kriterien für sie zutreffen.

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Artikelinfos
Autoraz
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung29.12.2012
Aktualisierung16.04.2013 12:37
Ort Kaufbeuren
Schlagwörtervermieter, wasser, untersuchung
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