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16.10.2012 · Füssen

Landrat Feschhut nennt Aussagen der Ostallgäuer Klinikvorstände „objektiv unwahr“

„Loyalitatspflicht verletzt“

Kliniken · Als „beispiellos“ wertete Landrat Johann Fleschhut das Verhalten der Ostallgäuer Klinikvorstände, die in einem Interview der Allgäuer Zeitung massive Kritik am Verwaltungsrat und dessen Vorsitzenden geübt hatten.

Johann Fleschhut
Bild: Mathias Wild
Im Kreisausschuss sagte Fleschhut als Verwaltungsratsvorsitzender, mehrere Aussagen von Ludwig Lederle und Dr. Joachim Klasen seien "objektiv unwahr". Wenn es Kritik gebe, solle der Vorstand diese intern anbringen, aber nicht in der Öffentlichkeit den Verwaltungsrat oder einzelne Personen kritisieren.

„Ich erlebe im Verwaltungsrat etwas anderes“, meinte Brigitte Schröder (Freie Wähler) zu den Aussagen der Vorstände. Lars Leveringhaus (CSU) fragte nach „Brüchen in der Kommunikation“ zwischen Verwaltungsräten, Landrat und Klinikvorstand. Leveringhaus sagte, er wisse nicht einmal, dass eine Standortentscheidung für die Geriatrie auf der Tagesordnung hätte stehen sollte, die angeblich seit Februar vertagt wurde.

In der Sitzung machte Fleschhut seinem Ärger über die Aussagen der Vorstände, die zum Jahresende auf eigenen Wunsch wieder ins zweite Glied zurückkehren werden, Luft. Er sieht in den Aussagen der Vorstände eine „öffentliche Beschädigung“ des Unternehmens, auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

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Mit Verweis auf interne Angelegenheiten ging der Landrat im öffentlichen Teil der Sitzung nicht auf Details ein, da dies nichtöffentliche Verhandlungen betreffe. Fleschhut verwies darauf, dass Lederle und Klasen nicht in die Suche nach ihrem Nachfolger eingebunden seien. Diese Suche laufe intensiv und sehr strukturiert: „Es passiert auch etwas, ohne dass was in der Zeitung steht.“ Ebenso sei dies mit der Partnersuche für eine Geriatrie.

Er bezeichnete die Aussagen der Vorstände als widersprüchlich. Denn Lederle und Klasen betonen, nur die Vorgaben des Verwaltungsrats umzusetzen. Dieser habe aber ein Festhalten an fünf Standorten beschlossen. In dem Interview werde aber einer Klinikschließung das Wort geredet. Fleschhut betonte in diesem Zusammenhang, dass er „weiterhin uneingeschränkt“ an allen Standorten interessiert sei.

Er tue „alles, um das voranzubringen“. Wenn aber die Verwaltungsratsbeschlüsse nicht umgesetzt würden, sinke die Chance, „dass wir unser höchst ambitioniertes Ziel erreichen“. Die Hauptverantwortlichen hätten hier Nachholbedarf.


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Artikelinfos
Veröffentlichung16.10.2012
Aktualisierung25.10.2013 14:58
Ort Füssen
Schlagwörterlandrat, vorstand, klinikum
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