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27.11.2012 · Lindau

Landkreis Lindau: Schulamt lobt den Landkreis für sein Engagement in der Bildungspolitik

Zwei Fördereinrichtungen im Kreis

Jugendhilfeausschuss · Das gemeinsame Betreuen und Unterrichten von Kindern mit und ohne Behinderung wird auch in Bayern gefordert. Doch Inklusion ist nicht so einfach. Denn sie kostet Geld – weil sie eindeutig mehr Personal erfordert.

«Baustelle»
«Baustelle» Bild: behindertenbeirat

„Ein Thema, auf das Schulen und Kommunen reagieren müssen“, wie Jugendamtsleiter Patrick Zobel feststellte. Eines, das aber auch Einsatz von Bezirk und Kultusministerium erfordere.

Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf wünschen sich, dass diese die Regelschule in der Nachbarschaft ihres Zuhauses besuchen. Damit werden speziell den Kindern, die zwischen Lindau und Nonnenhorn leben, weite Schulwege in die beiden Förderschulen des Landkreises in Lindenberg erspart.

Grundsätzlich finden die Kreisräte das auch gut. Allerdings gab Landrat Elmar Stegmann zu bedenken, dass der Landkreis mit der St.-Martin-Schule und der Antonio-Huber-Schule „zwei ganz tolle Einrichtungen zahlt“.

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Wenn die Gemeinden und Städte den gemeinsamen Unterricht ermöglichen, dann sieht Kreisrätin Uschi Krieger den Freistaat in der Pflicht, das finanziell zu tragen. „Sonst bleibt das immer an den Kommunen hängen“, kritisierte sie.

Der Landkreis erntete für seine Arbeit in der Bildungspolitik großes Lob von Schulamtsleiter Thomas Novy: „Das ist ja nicht selbstverständlich, dass ein Landkreis so einsteigt wie Lindau.“

Novy schilderte den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses allerdings noch weitere Probleme, die das Staatliche Schulamt drücken: Das betrifft unter anderem die Sprachförderklasse in der Grundschule Hoyren, wo Kinder intensiv Deutsch lernen, damit sie möglichst schnell dem regulären Unterricht folgen können.

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„Dort müssen wir uns nicht nur um eine wachsende Zahl von Asylbewerberkinder kümmern“, stellte Novy fest. Vielmehr kommen auch immer mehr Familien aus dem EU-Raum als Facharbeiter in den Landkreis, deren Nachwuchs kein Wort Deutsch spricht.

Und so ist diese neue Übergangsklasse in Hoyren nach Novys Worten „schon jetzt sehr, sehr voll“. Jeden Monat kommen laut Schulamtsleiter neue Familien nach Lindau, „da stoßen wir von Staats wegen an Grenzen“.

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Artikelinfos
Autoree
QuelleDer Westallguer
Veröffentlichung27.11.2012
Aktualisierung16.10.2014 14:47
Ort Lindau
Schlagwörterlandkreis, engagement
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