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24.08.2013 · Immenstadt/Oberallgäu

Kritik an Wartezeiten auf Arztbesuch von Asylbewerbern im Oberallgäu

Arztbesuch nur mit Genehmigung vom Amt

Krankheit · Traumatische Kriegserlebnisse, Folter, Vergewaltigungen, Flucht - viele Asylbewerber haben auch noch in Deutschland mit mentalen und gesundheitlichen Folgen des Erlebten zu kämpfen. Doch ohne Krankenschein können sie keinerlei medizinische Betreuung in Anspruch nehmen.

Arzt Symbolbild
Bild: Rolf Vennenbernd (dpa)
Für die Zuteilung dieser Krankenscheine ist das Landratsamt zuständig. Das dauert oft zu lange, kritisiert Michael Immler, Immenstadts Asylbeauftragter und Mitglied einer Gruppe von Helfern, die sich ehrenamtlich um die Menschen kümmern.

Besonders dramatisch war es im Fall einer Schwangeren, die mit Beschwerden offenbar tagelang vergeblich auf einen Krankenschein wartete. Schließlich wurde sie mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht - und verlor ihr Kind. „Asylbewerber, die persönlich bei uns im Sozialamt vorsprechen, erhalten, nachdem sie ihre Behandlungsbedürftigkeit erklärt haben, den Krankenschein sofort“, erklärt Landratsamtssprecherin Brigitte Klöpf auf Anfrage unserer Zeitung. Bei Asylbewerbern, die in vom Landratsamt weiter entfernt liegenden Unterkünften untergebracht seien, wird der Behandlungsschein auf dem Postweg übersandt. 

 

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Artikelinfos
AutorMichael Mang
QuelleAllgäuer Anzeigeblatt
Veröffentlichung24.08.2013
Ort Immenstadt/Oberallgäu
Schlagwörterarzt, asylbewerber, warten, kritik, ehrenamtliche
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