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16.01.2012 · Sonthofen

„Kreuz des Südens“ für Musical-Stars aus Sonthofen

Janet Chvatal und Marc Gremm ausgezeichnet – Helmut Rothmayr tritt als Büttenredner auf

Schwarz-Weiß-Ball · „Aber bitte mit Sahne“, forderte die Kaiserin in den höchsten Tönen. Dieser Wunsch blieb ihr verwehrt, dennoch wird sie wohl den traditionellen Schwarz-Weiß-Ball der Sonthofer Fasnachtszunft (SfZ) in Erinnerung behalten.

Denn be
„Kreuz des Südens“ für Musical-Stars
„Kreuz des Südens“ für Musical-StarsBild: veronika krull
vor „Sissi“ alias Janet Chvatal und ihr Partner Marc Gremm („König Ludwig II.“) mit dem Jürgens-Hit den Saal rockten, erhielten die international gefeierten Sänger, die unter anderem im Füssener Ludwig-Musical auf der Bühne standen, das „Kreuz des Südens“.

Die Auszeichnung wird seit einigen Jahren an Künstler vergeben, die sich neben ihren Auftritten sozial engagieren. 

Preisgeld wird gespendet

Verbunden ist der Orden mit einer Geldsumme, die dem närrischen Rahmen entspricht: 1111 Euro. Und es ist guter Brauch, dass die „Kreuzträger“ das Preisgeld wieder für einen karitativen Zweck zur Verfügung stellen. Das Paar will damit je zur Hälfte die „Kinderkrebshilfe Königswinkel“ und das Projekt „Uneson“ unterstützen.

„Uneson“ ist die Abkürzung von „United Social Network“ und will, so Chvatal, die Kinder in aller Welt mit dem Gedanken des Friedens vertraut machen.

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Ein weiterer Höhepunkt des Faschingsballs, musikalisch geformt von der vierköpfigen „First Class Band“, war sicher der Auftritt eines Bürgers aus Altstädten.

Angetan mit Schlabberhose, Käppi und langer „Roth“-Nase, wetzte der „Boarzar aus Leidenschaft“ (Helmut Rothmayr) als Reisigbündel zum Einheizen seine wahrhaft nadelspitze Zunge an einigen „Narren“ in Stadt und Land. Da wurde über des Bürgermeisters „fotoshop-geschönten“ Züge ebenso gelästert wie über die „ASS“ (aussterbende Stadt Sonthofen).

Denn „Sonthofen ist eine Stadt, die alles, bloß keine Zukunft hat“, wenn man sich etwa die Geburtenzahlen ansehe. Ganz im Gegensatz zum kinderreichen Altstädten.

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Wenn das so weiter gehe, orakelte der „Boarzar“ genüsslich, dann werde wohl Sonthofen zum Vorort von Altstädten werden.

Zunftmeister walzten über Parkett

Natürlich wurde auch getanzt an diesem Abend, witzig moderiert von SfZ-Chef Gerd Rüben. Seinen unfreiwilligen Stolperschritt an der Treppe bezeichnete er schlagfertig als „Stunteinlage eines Brillenträgers“. Zur Eröffnung walzten die neuen Zunftmeister Jule I. und Andi I. übers Parkett im Haus Oberallgäu, mit kecken türkisfarbenen Strähnen im Blondhaar, passend zum Gewand und zum Motto „Heiter bis lockig, ab in die 5. Haareszeit“.

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Viel Applaus erhielten die blauen und roten Gardemädchen, die Minis und die Kindergruppe mit einer Show im nächtlichen Kinderzimmer. Putzig waren die pinkrockigen „Krümel“, amüsant die haarigen Waden des Männerballetts.

Und absolut mitreißend gestaltete sich der Gastauftritt der Hillaria-Showtanzgruppe im „Wunderland“ von Alice, elegant angeführt von Martin Konietzny als dem verrückten Hutmacher.

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Artikelinfos
AutorVeronika Krull
Veröffentlichung16.01.2012
Aktualisierung16.04.2013 12:52
Ort Sonthofen
Schlagwörterauszeichnung, ball, ludwig musical
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