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10.01.2012 · Kaufbeuren

Kaufbeuren bleibt ein beliebtes Heiratsziel

Viele auswärtige Paare geben sich in der Stadt das Jawort – Geburtenzahl konstant

Statistik · Viele Paare haben sich im vergangenen Jahr wieder das Jawort in Kaufbeuren gegeben. Damit bleibt die Zahl der Hochzeiten im Rathaus und im Stadttheater im Vergleich zu 2009 hoch. Damals begann das Standesamt, seine attraktiven historischen Kulissen für Eheschließungen offensiv zu vermarkten.


Bild: dpa
Mit insgesamt 259 beurkundeten Ehen gab es 2011 nur einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 272 Trauungen. Auch eine rein weibliche Lebenspartnerschaft wurde beurkundet. Die Zahlen gehen aus der Statistik des Standesamtes hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.

Besonders groß war im vergangenen Jahr wieder der Anteil der Auswärtigen, die in Kaufbeuren den Bund fürs Leben schlossen: 27 Prozent der 2011 getrauten Paare waren nicht ortsansässige Personen.

Standesamtsleiter Mathias Müller sieht den Grund dafür in der Attraktivität des Trausaals und der Stadt generell: „Kaufbeuren ist eine liebenswerte Stadt.“ In Internetsuchmaschinen könne man das Rathaus sogar unter der Rubrik „schönste Standesämter Deutschlands“ finden.

Im Klinikum kamen im vergangenen Jahr 855 Babys zur Welt. Damit wurden insgesamt zehn Kinder weniger geboren als im Jahr 2010. Kaufbeurer Bürgerinnen dagegen entbanden vergangenes Jahr sechs Kinder mehr als 2010, nämlich 338. Auch brachten 2011 mehr Mütter aus dem Altlandkreis Marktoberdorf ihren Nachwuchs in Kaufbeuren zur Welt als 2010.

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Müller sieht dort auch für die kommenden Jahre eine leicht steigende Geburtenrate. Davon abgesehen werden sich die Geburtenzahlen „nicht wesentlich ändern“.

Bei der Namensgebung erkämpfte sich 2011 Sophie den ersten Platz: 25 Eltern entschieden sich, ihr Kind so zu nennen. Der letztjährige Spitzenreiter, der Name Maria, wurde nur noch 16-mal gewählt. Den dritten Platz teilten sich Marie und Sophia, die beide 14-mal vergeben wurden. Bei den Jungen musste Maximilian, der Favorit der vergangenen Jahre, seinen ersten Platz an Jonas abgeben, für den sich 23 Elternpaare entschieden.

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Im vergangenen Jahr zeigte sich, dass wieder weniger Menschen der Kirche den Rücken kehren. Die Zahl der Austritte sank um 22 Prozent. „Die große Austrittswelle insbesondere aus der römisch-katholischen Kirche 2010 war vor allem bedingt durch die aufkommenden Fälle von Misshandlungen“, meint Müller. Dieser Aufruhr habe sich nun gelegt und die Zahlen haben sich wieder beim üblichen Wert von rund 200 Austritten pro Jahr eingependelt.

Mit 797 Sterbefällen wurde die größte Zahl seit 1985 erreicht. Wobei im Vergleich zum Vorjahr acht Prozent weniger Kaufbeurer Bürger starben.

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Den Grund für die insgesamt steigende Sterberate sieht Müller in der medizinischen Ausstattung des Klinikum Kaufbeuren: „Patienten aus dem Landkreis werden überwiegend in die Notfall- und Palliativstation nach Kaufbeuren gebracht.“

Die Einwohnerzahl sank auch dieses Jahr weiter. Mit 43 149 registrierten Einwohnern am 31. Dezember hatte Kaufbeuren Ende des Jahres 50 Einwohner weniger als zum Ende des Vorjahres, als noch 43 199 Einwohner gezählt wurden.

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Artikelinfos
AutorLeonie Mommensohn
Veröffentlichung10.01.2012
Aktualisierung16.04.2013 12:38
Ort Kaufbeuren
Schlagwörterstadt, statistik, hochzeit, tourismus
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