Menü Suche Impressum

Ihre Region: 

29.08.2012 · Marktoberdorf

Junge Marktoberdorfer erkunden heimatliches Umland

Fünf Freunde auf Entdeckertour

Kinderstadtplan · Für was man Kieselgur verwenden könnte, da haben die Kinder sofort Ideen. Melissa und Christoph malen sich wilde Kriegsbemalung mit dem feinen Pulver auf, während Anna vorsichtig davon kostet. „Das schmeckt nach nichts, gell?“, fragt Jutta Omatsch, die die Gruppe durch die Anlage des Allgäuer Brauhauses in Leuterschach führt. Dann erklärt sie, dass Kieselgur als Filterstoff genutzt wird.

Kinderstadtplan
KinderstadtplanBild: Paul Schöne
Die fünf Kinder arbeiten am Kinderstadtplan. Im Rahmen der Ferienfreizeit besuchen sie täglich einen anderer Ortsteil Marktoberdorfs, um den vor einem Jahr begonnenen Plan zu erweitern. Darin werden für Kinder interessante Orte ermittelt und aufgeschrieben.

Jetzt verfolgen die Sieben- bis Zehnjährigen, wie Förderbänder tausende Flaschen durch die Halle der Brauerei tragen, denn an diesem Tag erkunden sie Leuterschach und sein Umland.

Die Brauerei war nur eine der Anlaufstellen. An anderen Tagen besuchten die Kinder das Skimuseum und das Tierheim in Geisenried, das Eisenbahnmuseum in Thalhofen oder einen Biobauernhof bei Sulzschneid. In Kohlhunden besichtigten sie das Römerbad, in Bertoldshofen stiegen sie auf den Kirchturm und bekamen eine Führung durch das Sägewerk. In Hausen gingen sie auf den Spielplatz.

anzeige

Auch auf einem Traktor fuhren sie mit. Zu vielen Stationen wanderten sie, wie auch auf der Wertachrunde bei Leuterschach, wo sie eine Flaschenpost losschickten. Beim Laufen erzählten sie sich Witze und Rätsel.

Spielplätze testen und verbessern

Hausen war nicht der einzige besuchte Spielplatz, denn die Kinder wollen auch Empfehlungen an Bürgermeister Werner Himmer abgeben, wie mancher Spielplatz noch verbessert werden kann. Aber in der Gunst der Kinder steht er am höchsten.

Auch Baden war während der Forschungsreise oft angesagt – eine Notwendigkeit in den heißen Augusttagen. Hier half auch die Geisenrieder Feuerwehr: Da bekamen die Kinder eine erfrischende Dusche verpasst. Außerdem durften sie mit einem alten Feuerwehrauto, einem Opel Blitz von 1959, mitfahren.

anzeige

So wundert es nicht, dass die Feuerwehr den Kindern besonders gut gefallen hat. Für den siebenjährigen Christoph war sie zusammen mit dem Tierheim und der St. Georgs-Mühle die spannendste Station. Gerade das in der Mühle hergestellte Kraftfutter war „cool“.

„Das hat sich angefühlt wie Sand!“, so Christoph. Auch für die neunjährige Melissa war „die Feuerwehr und das Tierheim“ am besten. Sie war schon vergangenes Jahr dabei, als Marktoberdorf erkundet wurde. Das hat ihr so gut gefallen, dass sie sich dieses Jahr wieder anmeldete. Auch die zehnjährige Anna sagt: „Ich will nächstes Jahr wieder mitmachen.“

Groß ist die Enttäuschung, als Betreuerin Katja Zinecker vom Kreisjugendring erklärt, dass der Kinderstadtplan nächstes Jahr nicht mehr angeboten wird. Schließlich sind die größten Ortsteile Marktoberdorfs schon abgedeckt.

Unerwartete Entdeckungen

„Den Kindern hat es viel Spaß gemacht“, so Alexander Spitschan, der mit Zinecker die Touren betreut hat. Aber nach fünf Tagen seien die Kinder auch erschöpft gewesen.

Oft seien sie auf Dinge gestoßen, von denen sie nicht erwartet hätte, dass es sie gibt, so Spitschan. Etwa, dass man bei Sulzschneid durch den Wald läuft und plötzlich in einem Moor steht. Toll hätten die Kinder auch gefunden, dass sie nun Orte kennen, die den Schulkameraden sicher unbekannt sind.

anzeige
Kommentare einblenden
Artikelinfos
Autorspa
Veröffentlichung29.08.2012
Aktualisierung16.04.2013 12:42
Ort Marktoberdorf
Schlagwörterjunge, freizeit, stadtführung
meistgelesen letzte Stunde
anzeige

anzeige