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17.08.2011 · Wangen

Jugendliche renovieren Jugendzentrum in Wangen

Mitglieder des Jugendzentrums renovieren Räume und arbeiten an einem neuen Programm - Jugendliche polieren die «Tonne» auf

Neustart · Abtanzen geht zur Zeit nicht in der «Tonne». Die Böden des Wangener Jugendzentrums sind verstaubt, es stapeln sich Backsteine, und von den Decken hängen Kabel. Die Mitglieder der «Tonne» renovieren. Dies war dringend nötig. «Teilweise kam uns der Putz schon von selbst entgegen», blickt die 18-jährige Lana Krause zurück.

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UntitledBild: Elena Wiest
Nicht nur, dass das Gebäude schon bessere Zeiten gesehen hat, auch was Brandschutz und Sicherheit betrifft, musste sich etwas tun. Wie Stefan Lontzek vom Stadtbauamt sagt, waren zum Beispiel die blankliegenden Kabel gefährlich. Deswegen gibt es jetzt eine neue Elektrik, Brandschutzverkleidungen und -türen sowie eine neue Lüftung, aus der der Rauch im Notfall entweichen kann.

Die Kosten dieser Sicherheitsmaßnahmen - nach Lontzeks Worten liegen diese bei rund 150000 Euro - werden von der Stadt getragen. Die Maßnahmen betreffen das ganze Gebäude und nicht nur das Jugendzentrum in den unteren Stöcken. Das Verputzen und den neuen Anstrich der Wände übernehmen die «Tonne»-Mitglieder in Eigenregie.

Das Material wird von der Stadt gestellt, im Gegenzug leisten die Jugendlichen Eigenarbeit.

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So klopften die 16 aktiven Mitglieder tagelang in mühevoller Kleinarbeit mit Meißeln oder Schraubenziehern den Putz von den Wänden, um diese am Ende mit frischen Farben und Motiven bemalen zu können. Seit rund drei Monaten ist das Jugendzentrum inzwischen eine Baustelle und wird es voraussichtlich noch bis Herbst bleiben.

Denn neben der Disco sollen auch andere Teile des Gebäudes, wie zum Beispiel das Café, modernisiert werden. Geplant ist, dass die Arbeiten spätestens zum 40-Jahr-Jubiläum des Jugendzentrums im Januar kommenden Jahres abgeschlossen sind.

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Dann will sich die Tonne nicht nur mit einem neuen Aussehen, sondern auch mit einem völlig überarbeiteten Programm präsentieren «Die Schiene, die man früher gefahren ist, funktioniert nun einfach nicht mehr», sagt der 21-jährige André Soares, Vorstandsmitglied des Jugendzentrums.

War die «Tonne» früher besonders als «Links- und Rockschuppen» sowie für Punkkonzerte bekannt, sei sie jetzt Heimat einer Jugend mit vielen verschiedenen Stilen. Daran möchten die «Tonne»-Mitglieder das Zentrum anpassen.

Das Image der Tonne soll aufpoliert werden, ohne dass das eigentliche Ziel, Jugendkultur zu fördern, aus den Augen gelassen wird.

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Vielmehr soll dieses mit dem neuen Programm, bei dem unter anderem Arbeitsgemeinschaften, die Förderung von jungen Bands und Konzerte unterschiedlicher Musikrichtungen geplant sind, intensiviert werden.

Die «Tonne»-Mitglieder haben viele Ideen, beispielsweise eine integrative Disco für Menschen mit Behinderung, ein politisches Diskussionsforum oder eine Ausstellung der Geschichte der Tonne zum Jubiläum. Denn für sie steht fest: In der Tonne soll eine neue Ära beginnen.

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Artikelinfos
AutorElena Wiest
Veröffentlichung17.08.2011
Aktualisierung16.04.2013 12:41
Ort Wangen
Schlagwörterjugendzentrum, renovierung, neugestaltung
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