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28.11.2012 · Stöttwang

In Stöttwang wird über Breitbandversorgung und Standort des Richtfunkmasts diskutiert

Sendemast erhitzt die Gemüter

Bürgerversammlung · Die Breitbandversorgung der Ortsteile Gennachhausen, Reichenbach und in Teilen von Linden war ein Reizthema bei der Bürgerversammlung in Stöttwang. Denn jüngst war bekannt geworden, dass die beauftragte Firma Allgäu DSL im Gemeindebereich einen Standort für den Richtfunkmast sucht.

Allgäu DSL
Allgäu DSLBild: Allgäu DSL
Zu Beginn der Versammlung trug Bürgermeister Richard Ficker einige Zahlen vor. Die Gemeinde rangiere, wie in den Jahren zuvor, bezüglich der Steuerkraft auf dem 43. Rang von 45 Gemeinden im Kreis. Mit Sorge betrachtete er auch die Zahlen aus dem Standesamt: Lediglich drei Geburten standen zehn Todesfällen gegenüber.

Die private Bautätigkeiten, so Ficker, habe sich gegenüber 2011 wieder verstärkt. Nach Abschluss der Arbeiten an Kanal und Wasserversorgung in Gennachhausen und Reichenbach sei nun erreicht, dass diese Versorgungseinrichtungen weitgehend auf öffentlichem Grund verlaufen.

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Auch die Arbeiten am Hochwasserrückhaltebecken in Thalhofen seien abgeschlossen und trotz unerwarteter Probleme beim Hochwasserschutz am Krebsgraben sei auch diese Maßnahme beendet. Zufrieden teilte Ficker mit, dass die Umbauarbeiten an der Staatsstraße zwischen Thalhofen und Mauerstetten „sehr gut vorangehen“ und bereits Ende November die Tragschicht aufgebracht werden kann.

Kurz ging der Bürgermeister auch auf den Sachstand zum Windpark im Kaiwald ein, gab die Beschaffung einer Tragkraftspritze für die Feuerwehr in Reichenbach bekannt und äußerte sich zur Urnenwand auf dem Stöttwanger Friedhof.

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Die Ausweisung eines Baugebietes für etwa zwölf Bauplätze mit je einer Fläche von 650 Quadratmetern, ein Gewerbegebiet Linden, die Käsküche Thalhofen und ein energetisches Konzept für die Gemeinde seien die nächsten Projekte, so Ficker.

Dann wurde lebhaft diskutiert. Ein Bürger berichtete, dass Vertreter der Firma Allgäu DSL an ihn herangetreten seien – mit dem Ziel, einen Funkmast auf seinem Grund zu errichten. Der Bürger fühlte sich von der Gemeinde überfahren, da im Vorfeld keine Gespräche mit ihm geführt worden seien. Er werde auf keinen Fall einen Sendemast auf seinem Grund dulden, meinte der Mann.

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Weitere Bürger wollten wissen, warum die Gemeinde mit Allgäu DSL vertragliche Vereinbarungen getroffen hat und die Haushalte nicht über Glasfaserkabel an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Obwohl Ficker und einige Gemeinderäte die Fakten über Ausschreibungen, Haushaltsbefragungen und Infoveranstaltungen in dieser Sache darstellten und der Bürgermeister über die Eigenverantwortung der Firma bei der Herstellung der Breitbandversorgung mittels Richtfunk informierte, geriet die Diskussion immer wieder in recht spekulative Bereiche. Am Ende fühlten sich mehrere Besucher ungenügend informiert.

Die Gemeinde wurde von Bürgern in einem weiteren Punkt gebeten, für die Gemeindehalle einen behindertengerechten Zugang zu schaffen. Der Bürgermeister berichtete, dies sei bereits in Planung. Einige kleinere Probleme – etwa der Baumschnitt oder eine Drainage auf dem Sportplatz – wurden an die Gemeinde herangetragen. Ficker versprach, die Punkte bei der nächsten Gemeinderatssitzung zu diskutieren.

Daten und Fakten:

Haushalt: 2,96 Millionen Euro; Verwaltungshaushalt 2,0 Millionen Euro, Vermögenshaushalt 957000 Euro.


Schulden: Da 2011 keine Kreditaufnahme notwendig war und 143 000 Euro getilgt wurden, belief sich der Schuldenstand Ende 2011 auf 241 666 Euro (pro Kopf 134 Euro). Heuer wurden für Investitionen wieder Kredite in Höhe von 100 000 Euro aufgenommen, der Schuldenstand sinkt laut Ficker zum Ende des Jahres trotzdem auf 238 000 Euro.

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Artikelinfos
Autordieter kaufmann
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung28.11.2012
Aktualisierung16.04.2013 10:47
Ort Stöttwang
Schlagwörterfunkmast, breitbandinternet, versorgung, standort
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