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26.09.2011 · Immenstadt

Immenstadt senkt testweise den Alpsee-Pegel

Zur Pflege der Streuwiesen wollen Landwirte einen etwas niedrigeren Wasserstand – Lösung im Gespäch mit Seenutzern gesucht

Landschaft · Unterschiedliche Interessen haben die verschiedenen Nutzer und Anlieger am Großen Alpsee, suchen aber dennoch gemeinsam eine Lösung. Die einen freuen sich über einen Wasserstand, wie er in den vergangenen Jahren durchschnittlich herrschte. Anderen ist das zu hoch. Die anderen, das sind Landwirte, die Probleme haben, an den See angrenzende Streuwiesen zu mähen.

Freizeit und Camping
Freizeit und CampingBild: Charly Höpfl
Bei einem Informationsgespräch in Immenstadt tauschten sich Seeanlieger, Seenutzer sowie Vertreter von Stadt, Wasserwirtschafts- und Landratsamt über die Aspekte aus. Dabei herrschte durchaus Einigkeit: Gefragt ist eine einvernehmliche Lösung, mit der alle leben können.

Folgen für das Laichverhalten?

Für Badegäste dürfte eine moderate Absenkung des Großen Alpsees akzeptabel sein, weil sich nur der Weg ins Wasser etwas verlängert. Grenzen sind dagegen der „Santa Maria Loreto“ gesetzt, die bei zu geringem Wasserstand nicht aus dem Bühler Hafen auslaufen könnte. Je nach Wassertiefe wäre auch der Einstieg in den Passagiersegler zu hoch. Und womöglich reicht auch mancher Steg nicht mehr weit genug in den See. Sorge der Fischer ist, dass ein zu stark gesenkter Wasserspiegel sich aufs Laichverhalten der Tiere auswirken könnte.

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Wichtige Funktion der Streuwiesen

Um die tatsächlichen Auswirkungen eines etwas niedrigeren Wasserstandes zu sehen, wird der Große Alpsee testweise um 10 Zentimeter abgesenkt. Im November, wenn die „Santa Maria Loreto“ ihre Fahrten bis zum Frühsommer eingestellt hat, sinkt der Pegel nochmals um 10 Zentimeter. Dann folgen weitere Gespräche.

Den Landwirten jedenfalls geht es darum, dass die Streuwiesen weniger feucht sind, wenn diese im Sommer zum Mähen anstehen. Denn sonst ist eben das trotz spezieller Geräte nicht ohne Weiteres möglich.

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Das habe auch ökologische Aspekte, hieß es, weil nur das regelmäßige Mähen einer Verbuschung entgegen wirke. Und eine gute Streuwiese sei eben unter anderem bei Starkregen wichtig, weil sie wie ein Schwamm sehr große Wassermengen übergangsweise aufnehmen könne.

Zudem machten Landwirte deutlich, dass der Große Alpsee in früheren Jahrzehnten generell etwas niedriger gewesen sei. Damals habe man sogar noch immer die Sandbank am Zulauf gesehen.

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Artikelinfos
Autoruw
Veröffentlichung26.09.2011
Aktualisierung16.04.2013 12:47
Ort Immenstadt
Schlagwörterpflege, landschaft, alpsee
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