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08.02.2012 · Marktoberdorf

Hallenbad in Marktoberdorf öffnet frühestens zum Wochenende

Wasserratten müssen auf besseres Wetter warten - Fernwärme: „Versorgung stabil“

Winterwetter · Auf die Wiedereröffnung des Hallenbades müssen Wasserratten in Marktoberdorf möglicherweise noch ein bisschen warten. „Wir streben zwar an, dass das Bad am Donnerstag wieder auf ist“, meint Bürgermeister Werner Himmer. Allerdings hänge das davon ab, wie schnell interne Steuerungsmöglichkeiten bei der Wärmezufuhr griffen. „Ich gehe aber schwer davon aus, dass das Bad zumindest am Wochenende wieder in Betrieb ist“, sagt er. Die extreme Kälte sei der Anlass für die derzeitige Schließung.

Hallenbad MOD
Hallenbad MODBild: Theresa Held

Zugleich betont Himmer, dass die Schließung „mit der Fernwärme nichts zu tun hat“. Im Stadtrat am Montag hatte das noch anders geklungen: Dort hieß es, die Fernwärmeversorgung sei instabil. Nun bedauert Himmer, dass er sich im Stadtrat „missverständlich“ ausdrückte.

Er und der städtische Gebäudemanager Richard Siegert stellen klar, dass kältebedingt das technische Zusammenspiel von Komponenten wie Wärmepumpen, Blockheizkraftwerk und Fernwärme derzeit im Bad nicht funktioniere.

Schließung aus Fürsorgepflicht

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„Aus technischen Gründen bringen wir aufgrund der extremen Außentemperaturen von nachts bis zu 25 Grad minus die erforderliche Wärme nicht her“, sagt Richard Siegert. Die Heizungsanlagen seien, vergleichbar mit denjenigen von Privathaushalten, auf Tiefsttemperaturen von maximal 20 Grad ausgerichtet.

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Hallenbad MODBild: Theresa Held
„Deshalb können wir – auch wegen der massiven Fensterfront – morgens die Temperatur in der Schwimmhalle nicht auf die erforderlichen 28 Grad hochbringen“, so Siegert. Das sei so, als wolle man den privaten Wintergarten zurzeit auf 28 Grad Innentemperatur heizen.

Am gestrigen Dienstag habe die Innentemperatur im Bad bei 26 Grad gelegen. Gerade für die im Hallenbad schwimmenden Schulklassen sei das zu wenig. „Als Betreiber haben wir ja eine Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern“, sagt Himmer.
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Noch keine „Spitzenlast“ nötig

Entwarnung im Namen der Fernwärmegenossenschaft Marktoberdorf gibt hingegen Mitarbeiter Markus Hacker: „Trotz der großen Kälte kommen wir klar. Wir sind sicher in der Versorgung mit Fernwärme.“ Von Hubert Schmids Firma „Brennpunkt Energie“ bekomme die Genossenschaft vertragsgemäß genug Energie für die Grundlastversorgung geliefert. Ein Angreifen der sogenannten „Spitzenlast“, sprich des zusätzlichen Kessels in der Turnhalle der Mittelschule, sei bislang noch nicht nötig gewesen.

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Anlagen und Fernwärmeleitung seien auf die Minusgrade ausgerichtet, so Hacker: „Wir bringen die Energie her und auch an den Kunden.“ Das gelte nicht nur für Hallenbad, Schulen oder AGCO/Fendt, sondern auch für alle an die Fernwärme angeschlossenen Privathaushalte.

Gestern habe es keine einzige Beschwerde gegeben, sagt er. Auch wenn es zum Beispiel noch kälter würde oder es drei Nächte hintereinander minus 25 Grad hätte, wäre Hacker zufolge „die Versorgung für die Endkunden gesichert: „Dann würden wir nämlich noch die Spitzenlast hinzunehmen.“

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Artikelinfos
Autorhkw
Veröffentlichung08.02.2012
Aktualisierung17.04.2013 11:06
Ort Marktoberdorf
Schlagwörterwetter, hallenbad
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