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10.11.2011 · Germaringen

Grünes Licht für neues Baugebiet in Germaringen

Südlich der Aufkircher Straße soll es in Germaringen schon bald losgehen

Gemeinderat · In den vergangenen Monaten wurde viel diskutiert, abgewogen und überplant. Bei der jüngsten Sitzung des Germaringer Gemeinderats wurde nun die endgültige Satzung für das Neubaugebiet „Südlich der Aufkircher Straße“ beschlossen. Läuft alles nach Plan, soll laut Bürgermeister Kaspar Rager im Frühjahr mit der Erschließung begonnen werden.

Baugebiet Symbolbild
Bild: Mathias Wild
Vor der Abstimmung gab es jedoch noch einmal einige Einwände und Anmerkungen der Träger öffentlicher Belange zu diskutieren. Das Landratsamt störte sich etwa an einem Passus in der Satzung, wonach landwirtschaftliche Emissionen zu dulden seien.


Der Gemeinderat nahm den Absatz aus der Satzung, in den jeweiligen Kaufverträgen sollen künftige Anwohner aber trotzdem darauf hingewiesen werden. Die Untere Naturschutzbehörde monierte „ungeeignete Ausgleichsflächen“. Die von der Gemeinde favorisierten Flächen befinden sich laut Behörde zu nah an der Staatsstraße und der B 12.

Die Germaringer greifen nun auf ihr Ökokonto zurück, Ausgleich soll eine Fläche in den Wertachauen bei Pforzen bringen. Bürgermeister Rager ärgerte sich dennoch über die Vorgehensweise der Behörde. „Es ist Humbug, wenn man dazu die besten landwirtschaftlichen Flächen hernehmen muss.

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Es muss endlich mal etwas passieren, dass Ausgleichsflächen großzügiger anerkannt werden“, sagte er.

Gemeinderat Georg Reisach setzte sich noch für einen Schutzradius um das Fahrsilo eines benachbarten landwirtschaftlichen Anwesens ein, quasi als Bestandsschutz. „Bislang hat es noch keinen Ärger mit den Nachbarn gegeben“, sagte er.

Dies könne sich aber bezüglich Geruch und Lärm mit neuen Anrainern schnell ändern. Letztlich wurde ein solcher Passus aber mehrheitlich als unnötig empfunden.

Im Neubaugebiet ist künftig sogenanntes „nichtstörendes Gewerbe“ zugelassen, also etwa Versicherungsbüros oder Arztpraxen.

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Mögliche Werbeschilder dürfen aber eine Gesamtfläche von maximal einem halben Quadratmeter nicht überschreiten, zudem nur kontinuierlich (ohne Blinklicht) beleuchtet werden. Eine Hürde gibt es vor dem Start im neuen Baugebiet zwischen Stöttwanger Straße und dem Bergfeld noch zu überwinden:

Ein Landwirt hatte sich vor Kurzem bei der Gemeinde gemeldet und mitgeteilt, er besitze für die vorgesehene Fläche einen gültigen Pachtvertrag. Rager erklärte den Räten: „Die Gespräche laufen, es ist bereits eine Einigung in Sicht.“

 

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Artikelinfos
Autorses
Veröffentlichung10.11.2011
Aktualisierung10.07.2014 09:38
Ort Germaringen
Schlagwörterlicht, gemeinderat
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