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10.11.2012 · Friesenried

Gemeinderat Friesenried diskutiert über Kostenbeteiligung der Bürger an Wasserversorgung

Alles fließt in Friesenried

Wasserversorgung · In der Gemeinde Friesenried ist die Wasserversorgung derzeit das wichtigste Thema: Zunächst wurde der Hochbehälter in Salenwang erneuert, momentan wird der Hochwasserschutz in Blöcktach gebaut. Nun hat sich der Gemeinderat Gedanken darüber gemacht, wie die Bürger an den Kosten beteiligt werden sollen.

Trinkwasser
TrinkwasserBild: Jochen Eckel (dpa-Zentralbild)
Der Hochbehälter wurde heuer mit Verzögerung neu gebaut: „Er ist jetzt so gut wie fertig“, erklärte Bürgermeister Bernhard Huber. Rund 435 000 Euro habe das Bauwerk gekostet – etwa 285 000 Euro der Bau, 84 000 Euro die Technik und 47 000 Euro die Planung. Lediglich die Vermessung und die Grunddienstbarkeiten seien noch nicht eingerechnet.

„Die Schlussabrechnung fehlt also noch“, so Huber. Die bisherige Gesamtsumme solle zu einem Drittel die Gemeinde und zu zwei Dritteln die Salenwanger Bürger zahlen. Rund 287 000 Euro kommen dementsprechend auf die etwa 44 Haushalte mit 120 Einwohnern zukommen. Das Geld soll in fünf Raten zu je 60 000 Euro abgezahlt werden. Zwar müsse dafür noch eine Satzung verabschiedetet werden, dennoch werde noch heuer die erste Rate fällig, kündigte der Bürgermeister an.

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Er verwies darauf, dass auch auf die Bürger in Blöcktach durch die Arbeiten im Rahmen des Hochwasserschutzausbaus Kosten zukommen: „Da steht noch einiges bevor.“ Denn durch die Bachverrohrung und -verlegung müssen auch Trink- und Löschwasserleitungen und -anschlüsse verlegt werden. Zudem sei ein neuer Hochbehälter geplant.

Georg Greif schlug vor, die Kostenbeteiligung so aufzuteilen wie 2002 in Salenwang, als eine ähnliche Problematik vorlag. So solle die Gemeinde die Kosten für die Leitungen zwischen der Quelle und dem neuen Hochbehälter tragen. Zudem solle sie einen Teil zu dem Hochbehälter und der Hauptleitung innerorts, die beide wichtig für die Löschwasserversorgung (wiederum eine gemeindliche Aufgabe) seien, beitragen, meinte Thomas Klughammer.

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Der Gemeinderat will sich nun beim Gemeindetag über den Pflichtanteil von Gemeinden bei solchen Bauprojekten informieren und die Ergebnisse der ersten Planung abwarten, die vorigen Monat in Auftrag gegeben wurde.

Konkret werde derzeit nur am Damm gearbeitet: Dort sind die Flügelwände und das Einlaufbauwerk sowie der Steg darüber fast fertig. Zudem werde noch am Einlaufbauwerk in der Schwarzenburgstraße gearbeitet und soll noch ein Bachdurchlass unter einem Feldweg folgen.

Die Bachverrohrung und -verlegung soll aber erst im Frühjahr beginnen, teilte Huber mit. Momentan hat die Gemeinde bereits über 975 000 Euro für den Hochwasserschutz verbauen lassen. Davon hat sie aber auch 685 000 Euro schon an Zuschüssen erhalten, berichtete Huber.

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Artikelinfos
Autorfro
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung10.11.2012
Aktualisierung17.04.2013 09:25
Ort Friesenried
Schlagwörtergemeinderat, wasserversorgung, kosten
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