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13.03.2012 · Kaufbeuren

Für Menschen mit dem grünen Daumen beginnt die Saison

Dem Frost zum Trotz

Gartenarbeit · Morgen kündigt der Wetterbericht Temperaturen von bis zu zwölf Grad an. Eine Woche später folgt der kalendarische Frühlingsanfang. Das verlockt die Gärtner, erstes Gemüse anzubauen und Blumen zu setzen. Doch sind die frostigen Nächte im Allgäu nicht zu unterschätzen und auch noch bis in den Mai hinein möglich.

Gärtnerei Fürst
Gärtnerei FürstBild: Mathias Wild
Die Vorsitzende des Gartenbauvereins Kemnat, Afra Bucher, rät deshalb, erst nach den Eisheiligen Pflanzen über Nacht im Freien zu lassen.

In Sorge vor Minustemperaturen zieht Bucher im warmen Haus bereits Blumen und Salatpflanzen vor. Auch Tomaten kann der Allgäuer Gärtner nun schon auf dem Fensterbrett ansäen; Karotten lassen sich bereits im Garten anbauen.

Die Salatpflanzen setzt Bucher nach einigen Wochen in ein Frühbeet. Leicht zu überwintern seien Blumen wie Knollenbegonien und Tagetes, verrät die Hobbygärtnerin. Demnächst werde sie bunte Blumenkästen und -schalen anpflanzen, doch nicht ohne die Frühlingsboten jede Nacht in ihr Haus zu räumen – sonnige Tage bedeuten um diese Zeit mitunter kalte Nächte, so Bucher.

Sind die Eisheiligen dann einmal überstanden, geht die Gartensaison richtig los, denn der Frost schlägt erfahrungsgemäß erst im Herbst wieder zu.
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Bucher zieht nicht nur Pflanzen vor, sie bereitet auch ihren Garten bereits auf die Sommersaison vor: So stutzt sie Rosen und Gräser, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Es ist besser, Bäume und Sträucher im Frühling statt im Herbst zu schneiden, empfiehlt die Vorsitzende des Gartenbauvereins. Auch das Umpflanzen von Büschen und Bäumen gelinge im Frühjahr am besten.

Die letzten kalten Tage des Winters eignen sich, um das neue Gartenjahr zu planen: Welche Pflanzen müssen ersetzt werden? Welche Erntefolge bekommt den Pflanzen am besten? Wann steht der Mond gut für welche Arbeit? Bei den ersten Sonnenstrahlen wird dann mit der Arbeit im langsam grünenden Garten begonnen.

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Auch die zweite Vorsitzende des Kemnater Gartenbauvereins, Annette Michl-Kormann, warnt davor, Pflanzen zu früh anzupflanzen. „Wir leben hier in einer der kältesten Regionen Deutschlands“, betont sie. Nach den langen Allgäuer Wintern wolle sie irgendwann natürlich etwas Buntes und Frühlingshaftes sehen.

Spätestens zu Ostern pflanze sie daher ein paar Frühlingsblumen – dem Frost zum Trotz, erzählt Michl-Kormann. Ohne große Bedenken erfreut sie sich an Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen.

Wer ein beheiztes Gewächshaus oder ein Frühbeet zur Verfügung hat, sei im Vorteil. Er könne bereits im März Sellerie, Radieschen und Kohlrabi anbauen, ohne Frost fürchten zu müssen.

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Artikelinfos
Autortheresa Held
Veröffentlichung13.03.2012
Aktualisierung16.04.2013 10:57
Ort Kaufbeuren
Schlagwörterfrost, saison, pflanze, blume
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