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04.01.2013 · Buchloe

Förderung für Kinder im Ostallgäu wird mittlerweile gut genutzt

Leistungen für Bildung und Teilhabe immer stärker gefragt

Hilfe · Um Kindern aus verschiedenen finanziellen Verhältnissen gleiche Chancen zu ermöglichen, werden seit 1. Januar 2011 sogenannte Leistungen für Bildung und Teilhabe gezahlt. Im Ostallgäu waren die Anträge dafür zunächst spärlich, sind dann aber stark angestiegen.

Kind
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Das berichtet das Sozialreferat im Landratsamt, wo die Gelder beantragt werden. Etwa 1800 Kinder im Ostallgäu hätten Anspruch auf Förderung. Seit Beginn der Zahlungen bis zum 30. September 2012 wurden 3322 Zuschüsse für 1290 Kinder bewilligt.

Verschiedene Zuschüsse

Es gibt Zuschüsse für Ausflüge, Klassenfahrten, Schulbedarf, Fahrtkosten, Lernförderung, Mittagessen, aber auch für Mitgliedschaften in Vereinen oder für Musikstunden. So kann etwa ein Mädchen ins Schullandheim fahren, auch wenn dies für die Eltern eigentlich zu teuer wäre.

Oder ein Junge, der Talent zeigt, kann in seinem Sportverein bleiben, weil er einen Zuschuss für Mitgliedsbeiträge und Ausrüstung kriegt. Oder ein Schüler schafft das Klassenziel, weil er für die teure Nachhilfe Geld erhält.

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„Möglichkeiten aufzeigen“

Ein Grund für den Anstieg sowie dafür, dass nicht alle Familien ihre Ansprüche auf Zuschuss nutzen, ist wohl, dass viele nicht wissen, dass es die Förderung gibt. Deshalb informiert Wolfgang Wieder, im Marktoberdorfer Rathaus unter anderem für Kindergärten zuständig, in einzelnen Fällen Eltern über die Möglichkeiten der Förderung.

Er sagt: „In der Regel geht es einem Kind gut, wenn es der Familie gut geht.“ Daher werden in seiner Abteilung manchmal Familien zum Sozialamt geschickt, wenn bemerkt wird, dass sie zusätzliches Geld gebrauchen können. Man wolle „Möglichkeiten aufzeigen“, sagt Wieder.

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Wie viele Kinder aus Marktoberdorf Leistungen erhalten, kann Wieder nicht genau beziffern. Laut Susanne Kettemer, Pressesprecherin des Landratsamts, liegen auch dort noch keine gesonderten Zahlen vor. Ermittelt wurde aber, dass im Dezember bereits 41 Marktoberdorfer Kinder Zahlungen erhielten.

Im Familienzentrum St. Magnus würden besonders Zuschüsse für Mittagessen und Kindergartenbeitrag von den Familien viel genutzt, sagt Leiterin Caroline Baur. Sie wisse auch, dass einige Familien Förderungen für nachmittägliche Aktivitäten beantragen, um ihre Kinder etwa in einen Sportverein oder zum Musikunterricht schicken zu können. Im Familienzentrum werde in den monatlich stattfindenden Elterngesprächen auf diese Möglichkeiten hingewiesen.

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In Baurs Augen ist das Angebot der Leistungen für Bildung und Teilhabe „sehr, sehr wichtig.“ Es versuche, gleiche Chancen für alle Familien zu schaffen. Auch im Miteinander der Kinder sei es sicher gut, wenn etwa alle Spielkameraden die Möglichkeit hätten, in den Sportverein zu gehen.

Baur gibt auch Hip-Hop-Tanzkurse in Kempten und Marktoberdorf. Dort merke sie ebenfalls, dass das Angebot genutzt werde und wichtig sei. Manche Kinder können nur wegen der Zuschüsse in die höheren Kurse gehen. „So können Talente auch weiter gefördert werden“, sagt Baur.

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Artikelinfos
AutorPaul Schöne
QuelleBuchloer Zeitung
Veröffentlichung04.01.2013
Aktualisierung16.04.2013 12:42
Ort Buchloe
Schlagwörterbildung, hilfe, förderung, geld, sozial
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