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16.08.2011 · Marktoberdorf

Feuerwehren wollen hungernde Afrikaner retten

Floriansjünger im ganzen Allgäu helfen in der Katastrophe 2004 sammelten sie nach dem Tsunami in kurzer Zeit 62000 Euro

Spende Afrika · In Afrika hungern Hunderttausende Menschen und kämpfen täglich ums Überleben. Das ließ dem Marktoberdorfer Feuerwehrkommandanten Konrad Ott keine Ruhe: «Die armen Kinder in Afrika können wirklich nichts dafür», sagt er - und handelt:


Ott und seine Feuerwehrkollegen starten eine große Spendenaktion. Dabei werden im Allgäu zwischen Lindau und Buchloe 262 Feuerwehren sowie die Kreis- und Stadtbrandinspektionen Hilfsgelder sammeln. Die Aktion läuft bis Sonntag, 28. August. Dann soll der Erlös in Marktoberdorf der Hilfsorganisation Humedica aus Kaufbeuren übergeben werden.

In riesigen Lagern brauchen die Menschen Hilfe

Die Allgäuer Feuerwehren werden in den nächsten Wochen unterwegs sein und Spenden für die vom Hungertod bedrohten Afrikaner sammeln. Humedica ist mit einem medizinischen Team in Kenia vor Ort. Dort hausen Somalis, Kenianer und Äthiopier notdürftig in riesigen Lagern. Eine Hilfslieferung mit 30 Tonnen Fracht konnte Humedica bereits verteilen.

Humedica setzt das Geld in Afrika ein

«Die Hilfsgüterkonvois sind sicher angekommen», sagt Ruth Bücker von Humedica Kaufbeuren. Sie findet es «super», dass die Menschen im Allgäu den Menschen am Horn von Afrika helfen, die unverschuldet in Not geraten sind.

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Mit weiteren Spendengeldern möchte die Hilfsorganisation Humedica Hilfsgüter auch in Afrika kaufen, um die dortige Wirtschaft zu stärken und Transportkosten zu sparen. Nach der dringend notwendigen Akuthilfe sollen im Laufe der nächsten Jahre Gesundheitsstationen eingerichtet werden, in denen Afrikaner mitarbeiten werden: «Hilfe zur Selbsthilfe», nennt Ruth Bücker das Ziel der Entwicklungshilfe.

Geholfen hatten die Ostallgäuer Feuerwehren bereits bei einer der größten Katastrophen der Menschheit: nach dem Tsunami in Südostasien im Dezember 2004, der Hunderttausende Menschen das Leben kostete. Viele Überlebende verloren ihr ganzes Hab und Gut. Fast 62000 Euro brachten die Feuerwehren im Ostallgäu damals innerhalb weniger Tage zusammen. Auch da war Ott der Initiator, seine Feuerwehrkollegen sprangen ihm sofort zur Seite.

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Nun werden sie wieder aktiv - und zwar nicht nur die Ostallgäuer, sondern Feuerwehrler im ganzen Allgäu.

Das Geld für die Flutopfer übergaben die Ostallgäuer Anfang 2005 ebenso an Humedica. Dieses Mal würden Konrad Ott und seine Allgäuer Kollegen der Hilfsorganisation angesichts des großen Spendengebietes gerne noch mehr Geld überreichen. «Jetzt ist zwar Urlaubszeit», sagt Ott. Doch bis zum Herbst will er nicht warten, weil die Hilfe für viele dann schon zu spät kommen könnte.

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Artikelinfos
AutorTobias Bunk
Veröffentlichung16.08.2011
Aktualisierung24.04.2013 09:01
Ort Marktoberdorf
Schlagwörterkatastrophe, afrika, spende, feuerwehr
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