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29.11.2012 · Kaufbeuren

Fachmann der Firma Siemens zu Gast bei Kaufbeurer Rotarier

Die Welt im Jahr 2050

Zukunftsforum · Die Kaufbeurer Rotarier hatten anlässlich der Reihe „Zukunftsforum Kaufbeuren“ Dr. Ulrich Eberl, Leiter der Abteilung Zukunftsforschung der Siemens AG, zu Gast. Dieser referierte vor mehr als 100 Zuhörern in der Mensa des Jakob-Brucker-Gymnasiums zum Thema Zukunft der Menschheit.

Der Präsident des Rotary Clubs Kaufbeuren, Reinhard Willemsen, und sein Rotarierkollege Dr. Andreas Rhein stellten den Gast vor.

Technikgläubigkeit der 1960er

Im Jahr 1948 war George Orwells bekannte, düstere Zukunftsvision „1984“ erschienen. 36 Jahr später, also 1984, sah die Welt aber anders aus, als von Orwell befürchtet. Von heute an gerechnet liegt das Jahr 2050 38 Jahre in der Zukunft. Trotzdem wagte Eberl einen Ausblick in das Jahr 2050.

Zunächst erläuterte er anhand von Zukunftsvisionen der 1960er Jahre, wo die damaligen Visionäre richtig oder falsch lagen und warum sie aus heutiger Sicht die Zukunft falsch beurteilten. Im Wesentlichen seien die Menschen der 1960er noch sehr technikgläubig gewesen. Was technisch möglich sei, werde – so die damalige Überzeugung – auch verwirklicht.

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Darum sah man damals den Beginn des dritten Jahrtausends geprägt durch fliegende Autos, Erzabbau auf dem Mond und Städte unter Wasser. „Heute wissen wir, dass nicht alles, was technisch möglich ist, auch realisiert wird“, so der Referent. Sei es, dass es zu teuer ist, dass der Antrieb fehlt, es zu versuchen – oder es schlicht gesellschaftlich nicht vermittelbar ist.

Aber wie sieht sie denn nun aus, die Zukunft des Jahres 2050? „Wir werden definitiv mehr alte Menschen versorgen müssen“, so Eberl. Gesundheitsvorsorge, Medizintechnik und Betreuung würden daher einen höheren Stellenwert haben. Computer und Telefone sowie die gesamte Mikroelektronik würden wohl etwa um den Faktor 1000 leistungsfähiger sein. Was heute ein Computer für 500 Euro leiste, werde dann nur noch wenige Cent kosten.

Dies erlaube es, alles und jedes miteinander zu vernetzen und interagieren zu lassen. Die Energieversorgung werde in wesentlich stärkerem Maße aus regenerativen Energiequellen resultieren.

Nach dem Vortrag hatten die Zuhörer noch Gelegenheit, Fragen zu stellen. Anschließend verloste der Rotary Club Bücher von Eberl mit dem Titel „Zukunft 2050“. Die Spenden des Abends kommen der Jugendarbeit des Stadtmuseums zu Gute.


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Artikelinfos
Autoraz
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung29.11.2012
Aktualisierung17.04.2013 09:24
Ort Kaufbeuren
Schlagwörterwelt, siemens, einladung, zukunft, rotarier
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