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06.11.2012 · Kettershausen

Experte informiert in Kettershausen über Beiträge und Gebühren der Wasserversorgung

Fachbüro: Gemeinde hat zu wenig verlangt

Wasserversorgung · Am Ende der Infoveranstaltung „Globalkalkulation Entwässerung und Wasserversorgung“ gab es relativ wenig Fragen. Dabei beschäftigen die Gebühren für Wasser und Abwasser die Kettershauser Bürger schon seit geraumer Zeit.

Trinkwasser
TrinkwasserBild: Jochen Eckel (dpa-Zentralbild)
Nach Angaben des Referenten Dr. Heinrich Schulte von Röder Kommunalberatung aus Veitshöchheim steht fest, dass die Gemeinde zu wenig Gebühren verlangt hat. Das Verwaltungsgericht Augsburg hat im Juli 2011 die Kettershauser Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung für ungültig erklärt, nachdem vier Kettershauser Bürger gegen ihre Abwasserbescheide Einspruch eingelegt hatten.

Die Vorwürfe, die Gemeinde hätte zu viel Geld verlangt, bestätigte das Verwaltungsgericht Augsburg nicht. Das Gericht legte der Gemeinde jedoch nahe, eine Globalberechnung durchführen zu lassen, bei der auch ersichtlich ist, was in die Beiträge eingerechnet wurde.

Die Gemeinde Kettershausen erteilte daraufhin zwei Fachbüros den Auftrag, eine Globalkalkulation zu erstellen. Die Vorgehensweise und Ergebnisse stellte nun Dr. Heinrich Schulte in einer gut gefüllten Gemeindehalle vor.

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Die Gemeinde hat ihren Bürgern demzufolge nicht zu viel, sondern zu wenig berechnet. In den Jahren 2009 bis 2012 betrug der Verlust bei Wasser rund 68 000 Euro und beim Abwasser gut 48 000 Euro. Dieses Defizit trug die Gemeinde. Auf die Bürger wären sonst noch höhere Gebühren (bei Wasser 0,84 Euro pro Kubik und beim Abwasser 2,79 Euro pro Kubik) zugekommen, so Schulte.

Bestandsaufnahme durchgeführt

Infokasten
InfokastenBild: az
Fundament für Globalberechnung und Gebührenkalkulation ist der Anlagennachweis. Die Fachbüros hätten deshalb zuerst alle Sachbücher, zurückgehend bis ins Jahr 1965, erfasst und so eine Bestandsaufnahme der getätigten Investitionen gemacht, so Schulte.

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Diese Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kalkulatorischen Abschreibungen und Zinsen bilden die Grundlage für die Erhebung der Beiträge sowie für die Benutzergebühren (siehe Infokasten). Den Ausgaben wurden die Einnahmen gegenübergestellt. Hieraus ergab sich nach Angaben von Schulte, dass die Gemeinde Kettershausen in den Jahren 2009 bis 2012 mit einer Unterdeckung gewirtschaftet hat.

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Artikelinfos
Autorzisc
QuelleMemminger Zeitung
Veröffentlichung06.11.2012
Aktualisierung17.04.2013 11:05
Ort Kettershausen
Schlagwörterwasserversorgung, information, experte, gebühren
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