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26.01.2013 · Lindau

Direktor der Bodenseeklinik wegen Körperverletzung verurteilt

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Lindau gegen den ärztlichen Direktor der Bodenseeklinik wegen vorsätzlicher Körperverletzung einen Strafbefehl mit einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 200 Tagessätzen erlassen.

Justizia
JustiziaBild: Frank Rumpenhors tdpa
Das hat die Staatsanwaltschaft in Kempten gestern mitgeteilt. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Der ärztliche Direktor habe von Januar 2009 bis April 2009 einem Chirurgen in acht Fällen plastische, ästhetische oder rekonstruktive Operationen ermöglicht, obwohl er gewusst habe, dass dem Mediziner in
diesem Zeitraum wegen eines Steuerdeliktes die Approbation gefehlt habe.

Die Patienten hätten bei Kenntnis der fehlenden Approbation keine Zustimmung zum medizinischen Eingriff gegeben. Gegen den Chirurgen habe das Amtsgericht Lindau wegen vorsätzlicher Körperverletzung in acht Fällen ebenfalls einen Strafbefehl mit einer Gesamtgeldstrafe von 220 Tagessätzen erlassen.

"Jeder - auch kunstgerechte - ärztliche Eingriff in die körperliche Integrität eines Patienten, welcher nicht von einer Einwilligung des Patienten gedeckt ist, stellt sich als vorsätzliche Körperverletzung dar", so die Staatsanwaltschaft.

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Artikelinfos
Autordh
Veröffentlichung26.01.2013
Aktualisierung16.04.2013 10:58
Ort Lindau
Schlagwörterurteil, bodensee, klinik, arzt, geldstrafe
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