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24.12.2012 · Kaufbeuren

Christbäume aus Plantagen können chemische Mittel enthalten

Oh Tannenbaum

Weihnachten · Für Kinder gehört das Christkind zu Weihnachten wie für viele Erwachsene ein Christbaum. Das sollte zumeist ein echter Nadelbaum sein, etwa eine Tanne. „Doch um der Nachfrage Herr zu werden, greifen immer mehr Anbieter auf Plantagen zurück, auf denen die Tannen chemisch gespritzt werden“, meint ein Leser der Allgäuer Zeitung.

Christbaum
Bild: Ulrich Wagner
Deshalb fragt er, ob es nicht schädlich sei, wenn ein so behandelter Baum in der warmen Stube steht. Das sei nicht auszuschließen: „In Deutschland wurden im Jahr 2011 rund 28 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Bei Schädlingsbefall werden dafür auch Pestizide eingesetzt“, teilt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mit.

Daran seien aber vor allem die Käufer schuld: „Da die Kunden intensiv grüne Weihnachtsbäume bevorzugen und gedüngte Exemplare ein intensiveres Grün haben als wild gewachsene, stammen heute die meisten Bäume aus eigens angelegten Kulturen.“ Früher hingegen seien die Weihnachtsbäume nur als Abfallprodukt der heimischen Waldwirtschaft angefallen.

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Um die Bäume heute auf Plantagen vor Unkraut zu schützen, werden auch Herbizide gespritzt. In den eigenen vier Wänden können diese freigesetzt werden, da sie ab 20 Grad Raumtemperatur ausdünsten.

Zwar seien die gesundheitlichen Folgen umstritten, doch Kunden könnten jegliches Risiko vermeiden, indem sie beim Kauf auf gewisse Kriterien achten, so das LfU. So gebe es Herkunftszeichen und Gütesiegel. Chemiefreie Bäume besäßen in der Regel Zertifikate und Siegel.

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Artikelinfos
Autorfro
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung24.12.2012
Aktualisierung17.04.2013 11:05
Ort Kaufbeuren
Schlagwörterchristbaum, chemie, gift, baum
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