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20.04.2012 · Kaufbeuren

Bürgerversammlung: Verkehr in der Sudetenstraße ärgert die Kaufbeurer Senioren

Sudetenstraße steht im Zentrum der Kritik – Ältere Menschen wünschen sich Bänke mit höheren Sitzflächen

Bürgerversammlung · Vor allem um Verkehrsangelegenheiten drehte sich die Seniorenbürgerversammlung in Kaufbeuren, die nunmehr zum dritten Mal stattfand. Etwa 30 ältere Bürger hatten sich dazu im Stadtsaal eingefunden, um Oberbürgermeister Stefan Bosse ihre Anliegen vorzutragen.

Bürgerversammlung: Verkehr in der Sudetenstraße ärgert die Kaufbeurer Senioren
Bürgerversammlung: Verkehr in der Sudetenstraße ärgert die Kaufbeurer SeniorenBild: Mathias Wild
Ein zentraler Punkt der Versammlung war das Verhalten von motorisierten Verkehrsteilnehmern. Im gesamten Stadtgebiet werde zu schnell gefahren. Ein Bürger merkte an, dass es gerade in der Sudetenstraße zu viele Unfälle gebe. Er schlug daher vor, die Geschwindigkeitsbegrenzungen in manchen Gebieten auf 40 Stundenkilometer herunterzusetzen.

Bosse merkte dazu an, dass die Problematik derzeit analysiert werde. Als mögliche Lösungen nannte er den Umbau von Straßen und spezielle Verkehrsschulungen. Bodo Tröger wies zudem darauf hin, dass an Wochenenden Motorradfahrer in der Neugablonzer Straße mit über 100 Stundenkilometern unterwegs seien.

Polizeihauptkommissar Reinhard Janko erkannte die Problematik, wies aber auf die personelle Situation der Polizei hin. „Wir können nicht täglich genug Kontrollen durchführen.“ Die Kaufbeurer Sicherheitswacht sei bereits von sechs auf 15 Mann erhöht worden.

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Aber nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer sorgten in der Bürgerversammlung für Gesprächsstoff. „Zu viele fahren mit dem Rad durch die Fußgängerzone“, merkte Christa Becker-Hansen an. Eberhart Hirche beklagte zudem die zunehmende Anzahl an Radfahrern auf den Bürgersteigen.

„Fährräder haben keine Kennzeichen, daher sind sie nur schwer zu erfassen“, entgegnete Bosse. „Man kann die Radler schließlich nicht mit dem Lasso einfangen.“ Bodo Tröger beklagte sich zudem darüber, dass trotz des Neubaus die Gleise 2 und 3 am Bahnhof nicht barrierefrei gebaut werden.

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Bosse wies auf die gesetzlichen Möglichkeiten hin, zeigte sich aber zuversichtlich, dass in Zukunft neben Bahnsteig 1 auch die weiteren Gleise barrierefrei gestaltet werden. Die Stadt habe durch den Neubau „einen Fuß in der Tür für einen komplett barrierefreien Bahnhof“.

Nicht zufrieden sind einige Senioren mit den Sitzbänken im Stadtgebiet. Im Haken könne es etwa mehr davon geben, sagte Brigitte Glöggler. An anderen Orten seien sie zwar bequem, aber zu tief gebaut. „Viele ältere Menschen tun sich dann beim Aufstehen sehr schwer“, klagte Glöggler.

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Artikelinfos
Autorsb
Veröffentlichung20.04.2012
Aktualisierung17.04.2013 09:21
Ort Kaufbeuren
Schlagwörtersenioren, zentrum, kritik, menschen
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