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28.12.2012 · Kaufbeuren

Bewährungsstrafe nach wiederholten Diebstählen für Keufbeurer

Mann (24) stiehlt im Supermarkt und lässt bei Bekannter ein Handy mitgehen

Gericht · Wegen Diebstahls in zwei Fällen wurde ein 24-jähriger Mann aus Kaufbeuren vor dem Amtsgericht zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Der einschlägig vorbestrafte Familienvater war im November vergangenen Jahres von einem Detektiv beobachtet worden, wie er in einem Kaufbeurer Supermarkt Computerzubehör und eine Bierflasche mitgehen ließ. Letztere versteckte er laut Detektiv gemeinsam mit seiner Frau in einem Falz des Kinderwagens der Familie.

Justizia
Bild: Frank Rumpenhors tdpa
Obwohl er damals auf frischer Tat ertappt wurde, beging der Mann zwei Wochen später einen erneuten Diebstahl: Er nahm aus der Wohnung einer Bekannten ein neuwertiges Handy mit.

Vor Gericht hatte er zwar in diesem Anklagepunkt jedwede Schuld bestritten und behauptet, das Handy „nur aus Spaß“ eingesteckt zu haben. Dies nahmen ihm allerdings weder der Staatsanwalt noch die Richterin ab. „Wenn jemand eine so wertvolle Sache mitnimmt, dann spricht das für einen Diebstahl“, sagte die Vorsitzende. Die Besitzerin des Handys hatte damals nach einem Besuch des Angeklagten das Fehlen ihres Mobiltelefons bemerkt und der Ehefrau des Mannes eine Kurznachricht geschickt.

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Die 24-Jährige schaute daraufhin nach und fand das Handy in der Hosentasche ihres Mannes. Anschließend holte der damalige Freund der Besitzerin das Mobiltelefon ab. Weil die Taten des Angeklagten nicht dessen erste Diebstähle waren, hielt es die Richterin im Urteil durchaus für möglich, dass es sich vielleicht nur um „die Spitze des Eisbergs“ handelte.

Sie machte dem 24-Jährigen mit Nachdruck klar, dass ihm bei erneuten Diebstählen oder anderen Straftaten die Bewährung widerrufen werde und er sowohl die jetzige als auch die neue Freiheitsstrafe verbüßen müsse.

Für die bis dato unbescholtene Ehefrau des Mannes, die nach Überzeugung der Richterin nur am Bierflaschen-Diebstahl beteiligt war, endete das Verfahren glimpflich: Sie wurde zu einer Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu je zehn Euro verurteilt.

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Artikelinfos
Autorbbm
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung28.12.2012
Aktualisierung16.04.2013 10:58
Ort Kaufbeuren
Schlagwörtermann, supermarkt, handy, gericht, bewährung
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