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24.08.2013 · Marktoberdorf/Ostallgäu

Banken im Allgäu wehren sich gegen Abzocke-Vorwurf bei Dispozinsen

Geldinstitute verteidigen Zinssätze bei Dispositionskrediten

Finanzen · Als „haarsträubend“ bezeichnet Manfred Kreisle die „Abzocke“-Vorwürfe, die jüngst von der Stiftung Warentest gegen Banken erhoben wurden. Weil der Leitzins beim Rekordtief von 0,5 Prozent liegt, sollten Zinsen für Dispositionskredite deutlich unter 10 Prozent liegen, argumentiert die Stiftung. In unserer Region liegen sie derzeit darüber.

Dispozinsen
Bild: Jens Schierenbeck
Kreisle, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Allgäu, legt die Gründe für den höheren Zinssatz dar. „Wir holen Geld für Kredite nicht am Finanzmarkt“, sagt er, „sondern beim Kunden im Allgäu.“ Soll heißen, die Sparkasse leiht sich das Geld nicht für 0,5 Prozent, sondern greift auf Einlagen der Kunden zurück, für die sie höhere Zinsen zahlt.

Zudem halte die Sparkasse Allgäu mit über 100.000 Kunden stets 240 Millionen Euro für Dispokredite vorrätig, was den Zinssatz rechtfertige. „Ich könnte die momentane Diskussion nachvollziehen, wenn der Dispo das alleinige Produkt für Finanzierung wäre“, sagt Kreisle. Der Dispo sei jedoch nur für kurzfristige Finanzierungen gedacht. 

 

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Artikelinfos
AutorPaul Schöne
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung24.08.2013
Ort Marktoberdorf/Ostallgäu
Schlagwörterbanken, zinsen, finanzen, geld, kredit
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