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07.01.2013 · Bad Hindelang

Ballonfahrer in Bad Hindelang müssen sich gedulden

Miniaturausgabe als Zeitvertreib

Montgolfiade · Wenn das Wetter es zulässt, dann wollen sie am heutigen Montag eine Alpenüberquerung wagen von Bad Hindelang bis zum Gardasee – natürlich mit den großen Heißluft-Ballonen. Die Miniaturausgabe haben Robert Wilde und Sohn Ramon nur als Zeitvertreib mit im Gepäck und locken damit etliche Schaulustige an. So auch am gestrigen Sonntag.

Wintermontgolfiade
WintermontgolfiadeBild: Günter Jansen
„Wir können ja auch heute trotz gutem Wetter nicht starten, weil die Wiesen so nass und weich sind, dass man sie beschädigen würde und der Korb sowie der Stoff erheblich verschmutzen würden“ erklärt Wilde. Mit 18 Personen und drei Ballonen ist er aus dem hessischen Hüttenberg bei Gießen ins Ostrachtal zur 25. Warsteiner Wintermontgolfiade gekommen, um zusammen mit den anderen Teilnehmern ein tägliches und farbenfrohes Ballon-Spektakel am Himmel zu veranstalten.

Am Samstag hatte es derart geregnet, dass das geplante Ballonglühen abgesagt werden musste und aufgrund der Nachwirkungen gab es auch gestern keinen Start auf dem Gelände gegenüber des Busbahnhofs an der B 308. „Montag bis Mittwoch könnte es laut Wettervorhersage klappen mit den Ballonstarts jeweils ab 10 Uhr.

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Ab Donnerstag schaut es dann wieder nicht mehr so gut aus. Aber es gibt hier ja so viele Möglichkeiten, sich anderweitig zu beschäftigen. Zum Beispiel zum Baden ins Wonnemar, in Oberstdorf die Schanzen besichtigen und Neuschwanstein liegt ja auch gleich um die Ecke. Jetzt fahren wir erstmal mit der Hornbahn rauf“ freut sich der Ballonfahrer, der schon zum zwölften Mal an der Veranstaltung in Bad Hindelang teilnimmt.

Pilotenschein ist notwendig

Wenn er mit seinem Sohn den funkferngesteuerten, über sechs Meter hohen und mit vier kleinen Gasflaschen betriebenen Ballon steigen lässt, dann kommt er mit vielen Leuten ins Gespräch, die ihn sogleich über das Ballonfahren befragen. Bereitwillig gibt er Auskunft über die Kosten, die für einen Ballon mit allem drum herum bei etwa 50 000 Euro beginnen.

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Er berichtet, dass man zum Führen eines Ballons einen Pilotenschein benötigt. Vor der Prüfung steht jede Menge Theorie an sowie mindestens 20 Stunden Luftfahrt, wobei je fünf Stunden bei über 20 Grad Lufttemperatur und unter Null Grad abgehalten werden müssen. Zur Ballon-Ausstattung gehört ein Variometer, auch Steigmesser genannt, der die Änderungsgeschwindigkeit des von der Höhe abhängigen Luftdrucks auswertet. Ein Messgerät für die Temperatur in der Hülle ist ebenso an Bord wie ein Navigationssystem. Ein Transponder macht den Ballon im Radar sichtbar.

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Artikelinfos
AutorGünter Jansen
QuelleAllgäuer Anzeigeblatt
Veröffentlichung07.01.2013
Aktualisierung23.04.2013 11:47
Ort Bad Hindelang
Schlagwörterbad, montgolfiade, ballon, wetter
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